Aprilia 1000 RSV Mille / R 1998 - 2003
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 525 |
|---|---|
| Kettenlänge | 108 Glieder |
| Ritzel vorn | 17 Zähne |
| Kettenrad hinten | 42 Zähne |
| Übersetzung | 2.47 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die RSV Mille auszeichnet
- Triebwerk: 998 ccm 60°-V2, flüssigkeitsgekühlt, DOHC mit vier Ventilen je Zylinder und Sequential-Multi-Point-Einspritzung — der von Rotax gefertigte 'V60 Magnesium' mit charakteristisch breitem Drehmoment-Plateau und langem nutzbarem Drehzahlband.
- Leistung: rund 128 PS bei 9.250 U/min, ca. 100 Nm Drehmoment bei 7.250 — kraftvolle V2-Charakteristik mit eindrucksvollem Mitteldrehzahl-Schub, perfekt abgestimmt für engagierte Hausstrecken-Fahrten und Track-Days.
- Rahmen: Aluminium-Brückenrahmen mit verschraubter Heckrahmen-Sektion und Triebwerk als mittragendes Element — typische Sportler-Konstruktion der späten 90er, mit kurzer Schwingen-Geometrie für agile Kurvenwilligkeit.
- Fahrwerk: Showa-USD-Telegabel 43 mm vorn (Standard), Öhlins-Gabel auf der R-Variante, Sachs-/Öhlins-Mono-Federbein hinten — vollständig einstellbar in Druck-/Zugstufe und Vorspannung, mit Reserven für Renn-Setup.
- Bremsen: vorn 320 mm Brembo-Doppelscheibe mit Vier-Kolben-Sätteln, hinten 220 mm Einzelscheibe — kein ABS in dieser Generation, dafür gut dosierbare und standfeste Verzögerung.
- Aprilia-V2-Erbe: Die RSV Mille markierte 1998 Aprilias Einstieg in die Superbike-Liga und etablierte den von Rotax gefertigten V60-Motor, der später in der Tuono 1000 und in modifizierter Form bis in die frühen 2000er weiterverwendet wurde.
Übersetzung anpassen — Sport / Hausstrecke
OEM ist 17/42 mit 108 Gliedern 525er-Kette. Die RSV Mille läuft ab Werk mit eher langer Sportler-Übersetzung — gut auf Autobahn-Tauglichkeit und Track-Endgeschwindigkeit ausgelegt. Wer überwiegend auf kurvigen Hausstrecken oder im Track-Einsatz unterwegs ist, kann mit etwas kürzerem Setup mehr Antritt aus den Kurven erzielen.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 16/42 | 2.63 | Kürzer — Spürbar mehr Antritt aus den Kurven, lebhaftere Beschleunigung — sinnvoll für Track-Days mit überwiegend technisch anspruchsvollen Kurvenpassagen und für Hausstrecken-Schleifen mit vielen Richtungs-Wechseln. |
| 17/42 (OEM) | 2.47 | Standard — ab Werk verbaute Auslegung, ausbalanciert für den Werks-Einsatzzweck. |
| 17/41 | 2.41 | Länger — undefined |
Häufige Fragen zur RSV Mille
Welche Kette gehört auf die Aprilia RSV Mille?
Eine 525er X- oder Z-Ring-Kette mit 108 Gliedern. Für sportliche Straßen- und Track-Day-Nutzung ist Z-Ring-Premium-Qualität die richtige Wahl — die hohe Leistung des V60-Triebwerks fordert den Antriebsstrang spürbar.
Wie ist das Wartungsintervall des Antriebs?
Kettenspannung alle 1.000 km kontrollieren, reinigen und schmieren je nach Witterung alle 500-1.000 km. Das V2-Triebwerk mit seinem hohen Drehmoment-Stoß beim Beschleunigen aus engen Kurven fordert den Kettensatz mehr als ein kurvenwilliger Reihen-Vierzylinder.
Worin unterscheidet sich die RSV Mille R von der Standard-Mille?
Die R-Variante erhielt höherwertige Federelemente (Öhlins-Gabel und Federbein anstelle Showa), leichtere Marchesini-Räder und eine teilweise andere Bremsanlage. Triebwerk und Rahmen sind identisch, der Charakter im Fahrwerks-Setup spürbar straffer und renntauglicher.