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Aprilia Tuareg 600 SPX Paris-Dakar 1988 - 1990

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Aprilia Tuareg 600 SPX Paris-Dakar (1988-1990): ein luftgekühlter Rotax-Einzylinder mit 562 Kubikzentimetern, obenliegender Nockenwelle und vier Ventilen, dazu 94 Millimeter Bohrung bei 81 Millimetern Hub, ein Dell'Orto-Vergaser mit 35 Millimetern und 46 PS bei 7.100 Umdrehungen. Getragen wird das Ganze von einem Stahlrahmen mit einer Telegabel mit 40 Millimetern und 210 Millimetern Federweg sowie einem Monofederbein mit 220 Millimetern.

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520er-Teilung · 17/43 · 108 Glieder · konfigurierbar
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Antriebsstrang-Daten (OEM)

Kettenteilung520
Kettenlänge108 Glieder
Ritzel vorn17 Zähne
Kettenrad hinten43 Zähne
Übersetzung2,53 (rear ÷ front)
AntriebsartKette

Was die Tuareg 600 SPX auszeichnet

  • Siebzehn zu dreiundvierzig auf hundertacht Gliedern: Ab Werk laufen 17 Zähne am Ritzel, 43 am Kettenrad und eine 520er Kette mit 108 Gliedern. Das ergibt eine Sekundärübersetzung von 2,53 — für ein Reiseenduro mit 46 PS eine Auslegung, die auf lange Etappen zielt und nicht auf Antritt im Gelände.
  • Der Rotax 604 aus der Wüstenrallye: Der Einzylinder stammt von Rotax und trägt die Werksbezeichnung 604. Er arbeitet mit einer obenliegenden Nockenwelle, vier Ventilen und Luftkühlung und leistet 46 PS bei 7.100 Umdrehungen. Sein Drehmomentmaximum von 58 Nm liegt schon bei 5.800 Umdrehungen an.
  • Zweihundertzwanzig Millimeter Federweg hinten: Das Monofederbein bietet 220 Millimeter Federweg, die Telegabel vorn 210. Über diesen Weg verändert sich der Abstand zwischen Ritzelwelle und Hinterachse deutlich, und mit ihm das Durchhangmaß. Gemessen wird deshalb im belasteten Zustand, nicht am aufgebockten Motorrad.
  • Sechshundertsechzehn Millimeter zwischen den Wellen: Aus 17 zu 43 und 108 Gliedern in 520er Teilung ergibt sich ein Abstand von rund 616 Millimetern zwischen Ritzelwelle und Hinterachse. Für ein Reiseenduro dieser Größe ist das ein üblicher Wert.
  • Siebzehn Zähne sind hier die größte Größe: Für diesen Lochkreis reicht die Ritzelauswahl von 15 bis 17 Zähnen. Die Werksbestückung ist damit bereits die längste Übersetzung, die sich über das vordere Zahnrad erreichen lässt. Wer noch länger übersetzen will, muss über das Kettenrad gehen.

Übersetzung anpassen — Reise gegen Schotter

OEM ist 17/43 mit 108 Gliedern in 520er Teilung. Für diesen Lochkreis gibt es Ritzel von 15 bis 17 und Kettenräder von 39 bis 49 Zähnen. Weil die 17 vorn bereits das größte Ritzel ist, laufen Verlängerungen über das Kettenrad.

SetupÜbers.Charakter
17/452,65Kürzer — knapp fünf Prozent mehr Drehzahl, mehr Antrieb im Gelände und am Berg
17/43 (OEM)2,53Standard — die Werksauslegung der SPX Paris-Dakar
17/412,41Länger — knapp fünf Prozent weniger Drehzahl auf langen Etappen

Häufige Fragen zur Tuareg 600 SPX

Passt der Satz auch auf eine Tuareg 600 Wind?
Die Wind der Jahre 1990 bis 1992 fährt dieselben 17 zu 43 Zähne, aber nur 106 Glieder. Zwei Glieder liegen zwar im Verstellbereich der Kettenspanner, sicherer ist trotzdem der Blick auf den Rahmencode. Die ab 1993 gebaute Tuareg 600 fährt dagegen 17 zu 42.

Wie viel bringt ein Zahn am Kettenrad?
Bei 43 Zähnen ändert ein Zahn die Übersetzung um gut zwei Prozent. Für Feinabstimmung ist das Kettenrad damit das genauere Werkzeug — am Ritzel wären es je Zahn gut sechs Prozent.

Muss die Kette bei anderer Zähnezahl gewechselt werden?
Bei zwei Zähnen mehr oder weniger am Kettenrad reicht der Verstellweg der Kettenspanner in aller Regel aus. Bei größeren Sprüngen ändert sich der benötigte Kettenweg um ein Glied und mehr, dann gehört die Länge mit angepasst.

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