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Cagiva 350 W12 1993 - 1996

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Cagiva W12 (1992-1996): luftgekühlter Einzylinder-Viertakter mit 343 cm³, einer obenliegenden Nockenwelle und vier Ventilen, 28 PS (20 kW) bei 8.500/min. Dazu ein Enduro-Fahrwerk mit 200 mm Federweg vorn und 240 mm hinten.

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520er-Teilung · 16/46 · 110 Glieder · konfigurierbar
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Antriebsstrang-Daten (OEM)

Kettenteilung520
Kettenlänge110 Glieder
Ritzel vorn16 Zähne
Kettenrad hinten46 Zähne
Übersetzung2,88 (rear ÷ front)
AntriebsartKette

Was die W12 350 auszeichnet

  • Luftgekühlter Vierventil-Single: Der 343-cm³-Einzylinder ist luftgekühlt und arbeitet mit einer obenliegenden Nockenwelle auf vier Ventile. 28 PS bei 8.500/min sind für einen Vierventil-Single dieser Größe stimmig — er ist ausdrücklich kein wassergekühlter Motor und auch kein Zweitakter.
  • Drehmoment früh, Drehzahl spät: Rund 29 Nm liegen bereits bei 5.750/min an. Die W12 wird über die Mitte gefahren, nicht über den Begrenzer. Wer sie im Gelände oder auf Schotter bewegt, arbeitet fast durchgehend unterhalb von 6.000/min.
  • Enduro-Federwege: 200 mm vorn und 240 mm hinten sind echte Enduro-Maße. Der lange Federweg bedeutet für den Kettentrieb, dass sich der Abstand zwischen Ritzel und Kettenrad beim Einfedern deutlich verändert — der Durchhang muss großzügiger eingestellt werden als bei einem Straßenmotorrad.
  • 520er-Teilung für einen 350er: Bei 343 cm³ und knapp 30 Nm ist die 520er-Kette die Plattformkonvention und ab Werk verbaut. Sie trägt die Last problemlos und ist im Gelände robust genug gegen Steinschlag und Verschmutzung.
  • Ersatzteillage ist der Knackpunkt: Cagiva-spezifische Teile sind schwierig geworden. Der Kettentrieb ist die gute Nachricht: Ritzel, Kettenrad und Kette sind Standardware in 520er-Teilung und über mehrere Hersteller lieferbar — anders als etwa Verkleidungsteile oder Elektrik.

Übersetzung anpassen — Gelände und Landstraße gemischt

OEM ist 16/46 — eine für ein Reiseenduro-Konzept relativ kurze Auslegung, die dem 28-PS-Single im Gelände Antritt gibt. Wer überwiegend Asphalt fährt, kann die Drehzahl auf Landstraßentempo mit einem Zahn mehr am Ritzel deutlich senken.

SetupÜbers.Charakter
15/463,07Kürzer — mehr Antritt im Gelände und an Steigungen, auf Asphalt schnell zu drehzahllastig.
16/46 (OEM)2,88Standard — Werksauslegung, tragfähiger Kompromiss zwischen Piste und Straße.
17/462,71Länger — ruhiger auf der Landstraße, im Gelände dafür merklich zäher.

Häufige Fragen zur W12 350

Ist der Motor der Cagiva W12 luft- oder wassergekühlt
Luftgekühlt. Es handelt sich um einen luftgekühlten Einzylinder-Viertakter mit 343 cm³, einer obenliegenden Nockenwelle und vier Ventilen.

Welche Kettenteilung hat die W12 350
Eine 520er-Kette. Das ist sowohl die Werksausführung als auch die einzige im Shop konfigurierbare Teilung. Die Werksbestückung ist 16 Zähne vorn und 46 hinten.

Wie viel Durchhang braucht die Kette bei einer Enduro mit langem Federweg
Mehr als bei einem Straßenmotorrad. Bei 240 mm Federweg hinten verändert sich der Abstand zwischen Ritzel und Kettenrad beim Einfedern stark. Der Wert aus dem Handbuch gilt bei entlastetem Hinterrad — wer zu straff spannt, belastet Getriebeausgangslager und Kette unnötig.

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