Ducati Hypermotard 698 Mono / RVE mit 659ccm 2024
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 110 Glieder |
| Ritzel vorn | 15 Zähne |
| Kettenrad hinten | 42 Zähne |
| Übersetzung | 2,80 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die Hypermotard 698 auszeichnet
- Der stärkste Einzylinder für die Straße: Der Superquadro Mono leitet sich vom 1285-ccm-V2 der 1299 Panigale ab und übernimmt dessen Bohrung von 116 mm, Brennraum, Aluminium-Zylinderlaufbuchse sowie Titan-Einlass- und Stahl-Auslassventile mit Desmodromik. 77,5 PS aus 659 ccm sind für einen straßenzugelassenen Single Rekordniveau.
- 151 kg fahrbereit: Der Gitterrohrrahmen wiegt allein 7,2 kg, dazu kommen Gussräder und Bremsscheiben mit Aluminium-Innenringen. Zusammen mit dem schmalen Single ergibt das ein Supermoto-Gewicht, das im direkten Vergleich zu jedem Twin dieser Leistungsklasse auffällt.
- Extremer Kurzhuber: 116 mm Bohrung bei 62,4 mm Hub — ein Bohrung-Hub-Verhältnis, das man sonst nur bei Rennmotoren findet. Es ermöglicht die großen Ventile und die hohe Drehzahl, verlangt dem Motor aber auch ab, dass er gedreht wird: Das Drehmomentmaximum liegt bei 8000 Touren.
- Kurven-ABS mit Slide-by-Brake: Ducati gibt der 698 eine ABS-Stufe frei, die kontrolliertes Driften der Hinterhand beim Bremsen zulässt — auf einer Supermoto keine Spielerei, sondern die Fahrtechnik, für die das Motorrad gebaut ist.
- 520er Teilung mit 110 Gliedern: Ducati liefert die 698 ab Werk mit 520er Teilung aus. Anders als bei den großen Panigale-Modellen, die in der Passliste dieser Seite ausdrücklich als '520 Chain Conversion' markiert sind, ist das hier die Werksausführung — der Satz ist also ein normaler Ersatzsatz.
Übersetzung anpassen — Supermoto und Landstraße
OEM ist 15/42, also 2,80 — für einen Single mit dieser Drehzahlauslegung ein sinnvoller Kompromiss, der die 698 auch auf Verbindungsetappen erträglich macht. Im Supermoto-Betrieb wird üblicherweise verkürzt, weil der Motor dann näher an seinem Drehmomentmaximum arbeitet.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 15/45 | 3,00 | Kürzer — die klassische Supermoto-Auslegung für enge Kurse und Stadtbetrieb. Rund 7 Prozent kürzer, mit deutlich spontanerer Gasannahme. |
| 15/42 (OEM) | 2,80 | Standard — Ducatis Werksauslegung, ausgewogen zwischen Supermoto-Charakter und Landstraßentauglichkeit. |
| 16/42 | 2,63 | Länger — ruhiger auf Verbindungsetappen und der Autobahn. Der Single wirkt dabei allerdings zäher, weil er von seinem hohen Drehmomentmaximum wegrückt. |
Häufige Fragen zur Hypermotard 698
Passt der Kettensatz der Hypermotard 950?
Die Zähnezahl vorn stimmt, der Rest ist zu prüfen. Die Passliste dieser Seite führt 950 Hypermotard, RVE und SP gemeinsam mit der 698 im 15-Zähne-Block. Die 950er ist aber ein Zweizylinder mit anderem Radstand — Kettenlänge und Kettenrad vor der Bestellung mit der verbauten Bestückung abgleichen.
Was unterscheidet die RVE von der Basisversion?
Nur die Lackierung: Die RVE trägt eine im Handaufzugsverfahren aufgebrachte Graffiti-Lackierung und einen serienmäßigen Quickshifter. Motor, Rahmen, Fahrwerk und Sekundärantrieb sind identisch — ein Kettensatz passt auf beide.
Wie oft muss die Kette bei einem Einzylinder geprüft werden?
Häufiger als beim Mehrzylinder. Ein Single überträgt seine Leistung in ausgeprägten Kraftimpulsen statt gleichmäßig, was Kette und Kettenrad stärker beansprucht — bei einem Kurzhuber mit 116 mm Bohrung besonders. Ducati nennt 1000 km Prüfintervall; wer die 698 im Supermoto-Betrieb bewegt, sollte den Durchhang häufiger kontrollieren und im belasteten Zustand messen.