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Honda 500 CR 500R PE02 1992 - 2001

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Honda CR 500R PE02 (1992-2001): ein 491 ccm großer, flüssigkeitsgekühlter Zweitakt-Einzylinder mit Membraneinlass, 89 mm Bohrung und 79 mm Hub, der rund 55 PS an ein eng gestuftes Fünfganggetriebe abgibt und damit bis heute das stärkste Serien-Motocrossmotorrad seiner Zeit bleibt. Getragen wird das Ganze von einem Stahl-Perimeterrahmen mit abnehmbarem Heckrahmen, 46-mm-Upside-down-Cartridge-Gabel und Pro-Link-Federbein.

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520er-Teilung · 14/49 · 114 Glieder · konfigurierbar
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Antriebsstrang-Daten (OEM)

Kettenteilung520
Kettenlänge114 Glieder
Ritzel vorn14 Zähne
Kettenrad hinten49 Zähne
Übersetzung3,50 (rear ÷ front)
AntriebsartKette

Was die CR 500R auszeichnet

  • 491 ccm Zweitakt, fünf Gänge, kein Ausgleichswelle-Komfort: Der Motor ist ein Membran-Einzylinder mit 89 mm Bohrung und 79 mm Hub. Die Leistung steht nicht oben an, sondern schon knapp über Standgas — deshalb reicht ein Fünfganggetriebe, das für ein Motocrossmotorrad ungewöhnlich weit gespreizt ist.
  • 1992 wechselt die Werksübersetzung: Bis Modelljahr 1991 fährt die CR 500R 14/51 mit 116 Gliedern, ab 1992 dann 14/49 mit 114. Zwei Zähne hinten weniger sind gut 7 Prozent längere Übersetzung — spürbar bei der Endgeschwindigkeit, spürbar auch beim Antritt aus engen Kehren.
  • Stahlrahmen bis zum Schluss: Honda hat 1997 den Aluminium-Perimeterrahmen eingeführt, aber ausschließlich bei der CR250R. Die CR500R behielt bis zum Auslauf 2001 ihren Stahlrahmen. Die verbreiteten Alu-Umbauten mit 500er-Motor sind Eigenbauten, keine Werksmodelle.
  • 520er-Kette an 55 PS: Eine 520er-Teilung wirkt an diesem Hubraum knapp bemessen, ist aber die Werksausführung über die gesamte Bauzeit. Für den Zweitakter zählt die geringe ungefederte Masse mehr als Reserve — sinnvoll ist deshalb eine hochwertige O- oder X-Ring-Kette, keine dickere Teilung.
  • Kettenverschleiß ist bei der 500er der Normalzustand: Die schlagartige Drehmomentabgabe belastet Kette und Kettenrad härter als bei jedem Viertakter dieser Größe. Ritzel, Kettenrad und Kette gehören grundsätzlich zusammen gewechselt — eine neue Kette auf altem Kettenrad ist an diesem Motorrad in wenigen Betriebsstunden wieder ausgeschlagen.

Übersetzung anpassen — Gelände und Sand

OEM ist 14/49 bei 520er-Teilung und 114 Gliedern, das ergibt eine Sekundärübersetzung von 3,50. Honda hat die späte CR 500R damit länger ausgelegt als die Modelle bis 1991 — für weite, schnelle Strecken und Sand die richtige Grundauslegung. Auf engen Waldstrecken fehlt vielen dagegen der Antritt, dort ist das alte 51er-Kettenrad die naheliegende Wahl.

SetupÜbers.Charakter
14/513,64Kürzer — die Auslegung der Modelle bis 1991. Deutlich williger aus engen Kurven, dafür geht oben Endgeschwindigkeit verloren.
14/49 (OEM)3,50Standard — Hondas Auslegung ab Modelljahr 1992 für offenes, schnelles Gelände.
14/473,36Länger — für Sand und lange Vollgaspassagen. Aus dem Stand heraus muss die Kupplung mehr arbeiten.

Häufige Fragen zur CR 500R

Passt ein Kettensatz der CR 500R von 1990 auf ein Modell von 1995?
Die Teile passen mechanisch, die Übersetzung stimmt aber nicht. Bis 1991 hat Honda 14/51 mit 116 Gliedern verbaut, ab 1992 dann 14/49 mit 114. Wer den älteren Satz montiert, fährt spürbar kürzer übersetzt.

Warum nur eine 520er-Kette bei 491 ccm?
Weil die ungefederte Masse an der Hinterradaufhängung bei einem Motocrossmotorrad schwerer wiegt als die Reserve. Honda hat die 520er über die gesamte Bauzeit beibehalten. Wichtig ist die Qualität: eine O- oder X-Ring-Kette hält an diesem Motor deutlich länger als eine ungedichtete.

Wie oft muss die Kette an einer CR 500R nachgespannt werden?
Nach jeder längeren Ausfahrt kontrollieren. Der Zweitakter setzt seine Leistung schlagartig um, dadurch längt sich die Kette schneller als an jedem vergleichbaren Viertakter. Ein zu straff gespannter Antrieb ist dabei genauso schädlich wie ein zu lockerer — Durchhang immer mit belastetem Federbein prüfen.

Lohnt sich ein 13er-Ritzel?
Für sehr enge, technische Strecken ja, aber nur mit Bedacht. Ein kleineres Ritzel erhöht den Kettenumschlingungswinkel und damit den Verschleiß. Die gleiche Verkürzung über ein größeres Kettenrad hinten ist mechanisch schonender.

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