Honda CBR 900 RR Fireblade SC28 1992 - 1993
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Antriebsstrang-Daten (Kettensatz)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Werksausführung | 530er-Teilung — dieser Satz ist ein 520er-Umbau |
| Kettenlänge | 108 Glieder |
| Ritzel vorn | 16 Zähne |
| Kettenrad hinten | 42 Zähne |
| Übersetzung | 2,63 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die Fireblade SC28 auszeichnet
- Die Maschine, die das Superbike neu definierte: 1992 stellte Honda einen 893er-Vierzylinder in ein Fahrwerk mit dem Gewicht einer 600er. Rund 185 kg trocken bei 124 PS waren damals konkurrenzlos und machten die Fireblade zur Blaupause für alles, was danach kam.
- 893 cm³ statt voller Liter: Der Hubraum war eine bewusste Entscheidung: Ein kleinerer, leichterer Motor sollte das Gesamtpaket handlicher machen, statt maximale Spitzenleistung zu liefern. 88 Nm bei 8.500/min sorgen für kräftigen Schub aus dem mittleren Bereich.
- 16-Zoll-Vorderrad: Das kleinere Vorderrad ist das auffälligste technische Merkmal der frühen Fireblade. Es macht die Maschine extrem einlenkfreudig, verlangt aber eine ruhige Hand — die SC28 gilt bis heute als nervöser als ihre Nachfolger. Die Reifenauswahl in 130/70-16 ist heute der begrenzende Faktor.
- Konventionelle Telegabel: Anders als bei vielen späteren Supersportlern arbeitet vorn eine konventionelle Telegabel, keine Upside-down-Gabel. Ab 1994 kam ein Druckstufenversteller hinzu. Wer eine SC28 aufbaut, sollte das bei der Teilesuche berücksichtigen.
- Baujahre 1992 und 1993: Dieser Datensatz deckt die ersten beiden Jahrgänge ab, intern die Modellcodes N und P. Die Unterschiede zwischen 1992 und 1993 sind gering; die deutlich sichtbare Überarbeitung mit den sogenannten Fuchsaugen-Scheinwerfern kam erst 1994.
- 520er-Satz statt 530er-Werksteilung: Ab Werk lief die SC28 auf einer 530er-Kette. Der hier konfigurierbare Satz ist ein 520er-Umbau, wie er im Renn- und Trackday-Einsatz üblich ist: schmaler, leichter, mit weniger rotierender Masse. Bei 88 Nm trägt das im Straßenbetrieb problemlos, sofern Kette und beide Zahnräder gemeinsam gewechselt werden.
Übersetzung anpassen — Straße und Trackday
OEM ist 16/42. Für eine Maschine mit 893 cm³ und viel Schub aus der Mitte ist das eine ausgewogene Auslegung. Auf der Rennstrecke gehen viele Fahrer vorn einen Zahn zurück, um die kurzen Gänge besser auszunutzen; für lange Landstraßenetappen lohnt der umgekehrte Weg.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 15/42 | 2,80 | Kürzer — deutlich mehr Antritt aus engen Kurven, die klassische Trackday-Abstimmung. |
| 16/42 (OEM) | 2,63 | Standard — Werksauslegung, guter Kompromiss für Straßenbetrieb. |
| 16/41 | 2,56 | Länger — etwas ruhiger bei Reisetempo, minimal weicher im Antritt. |
Häufige Fragen zur Fireblade SC28
Warum wird für die SC28 ein 520er-Satz angeboten
Weil der 520er-Umbau bei diesem Leistungsniveau tragfähig ist und rotierende Masse spart — im Trackday-Einsatz ein spürbarer Vorteil. Ab Werk lief die Maschine auf 530er-Teilung. Wichtig ist, Kette, Ritzel und Kettenrad gemeinsam auf 520 umzustellen; Mischbetrieb funktioniert nicht.
Wie viel Leistung hat die SC28 wirklich
Die offene Version leistet je nach Quelle 121 bis 124 PS bei 10.500/min. In Deutschland wurde die Fireblade zusätzlich als gedrosselte 98-PS-Ausführung verkauft. Beim Gebrauchtkauf lohnt der Blick in die Papiere, weil sich die Varianten äußerlich kaum unterscheiden.
Ist das 16-Zoll-Vorderrad ein Problem
Fahrtechnisch nicht — es macht die Maschine sehr einlenkfreudig. Praktisch schon: Die Auswahl an modernen Reifen in 130/70-16 ist überschaubar geworden. Wer eine SC28 fährt, sollte die Verfügbarkeit vor dem Kauf prüfen.