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Husaberg 570 FE570 ie 2009 - 2012

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Husaberg FE570 ie (2009-2012): 565-ccm-Einzylinder-Viertakter mit 70 Grad nach vorn geneigtem Zylinder, flüssigkeitsgekühlt und Keihin-Einspritzung, 6-Gang-Klauengetriebe, hydraulisch betätigte Mehrscheiben-Nasskupplung. Verbund aus Zentralrohr- und Doppelschleifen-Rahmen um den flach liegenden Motor.

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520er-Teilung · 13/52 · 120 Glieder · konfigurierbar
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Antriebsstrang-Daten (OEM)

Kettenteilung520
Kettenlänge120 Glieder
Ritzel vorn13 Zähne
Kettenrad hinten52 Zähne
Übersetzung4,00 (rear ÷ front)
AntriebsartKette

Was die FE 570 auszeichnet

  • Der 70-Grad-Motor bestimmt die Kettenlänge: Husaberg hat den Zylinder ab 2009 um 70 Grad nach vorn gelegt und die Kurbelwelle tief in den Rahmen gesetzt. Das senkt den Schwerpunkt drastisch, verschiebt aber auch das Ritzel gegenüber einem konventionellen Enduro-Layout. Deshalb sind es 120 Glieder — ungewöhnlich viel für eine Enduro dieser Größe und kein Wert, den man von einer KTM übernehmen kann.
  • 13/52 ist die kurze Enduro-Auslegung: Mit 4,00 fährt die FE 570 eine ausgesprochen kurze Sekundärübersetzung. Bei 565 ccm Hubraum ist das eine bewusste Entscheidung für Traktion im ersten und zweiten Gang statt für Endgeschwindigkeit. Die Ritzel-Passliste des Anbieters führt die FE570 der Baujahre 2009 bis 2012 wörtlich unter 13 Zähnen und unter 52 Zähnen.
  • 300 mm Federweg heißen 300 mm Kettenbewegung: Die WP-Gabel bietet 300, das PDS-Federbein 335 mm Federweg. Beim Durchschlagen wandert der Abstand zwischen Ritzel und Kettenrad über den gesamten Weg. Wer im Stand zu straff spannt, bekommt beim Einfedern Zugspitzen auf Kette, Kettenradlager und Getriebeausgangswelle. Die Spannung gehört deshalb bei eingefedertem Heck geprüft, nicht am Ständer.
  • Offroad frisst Ketten schneller als jede Leistung: Sand und Schlamm wirken zwischen Rolle und Bolzen wie Schleifpaste. Auf der FE 570 ist nicht das Drehmoment der Hauptgegner des Kettensatzes, sondern der Dreck. Eine gedichtete X-Ring-Kette hält den Abrieb aus den Gelenken; wer viel im Nassen fährt, sollte nach jeder Ausfahrt spülen und neu schmieren, statt seltener und dicker zu schmieren.
  • Ritzel und Kettenrad immer im Satz: Ein neues Ritzel auf einem eingelaufenen Kettenrad hält nicht lange, und ein einzelnes neues Kettenrad zieht die alte Kette schief. Bei einer Enduro mit 4,00er Übersetzung läuft das Ritzel mit 13 Zähnen ohnehin am schnellsten ein — es hat die wenigsten Zähne und damit die häufigsten Lastwechsel pro Umdrehung.

Übersetzung anpassen — Enduro oder Supermoto

OEM ist 13/52. Das ist kurz übersetzt und im Gelände genau richtig. Wer die FE 570 überwiegend auf Verbindungsetappen oder mit Supermoto-Rädern bewegt, kommt mit einem Zahn mehr vorn deutlich entspannter voran — die FS 570, das Supermoto-Schwestermodell, fährt ab Werk 14 Zähne.

SetupÜbers.Charakter
12/524,33Kürzer — extreme Traktion für technisches Gelände und Trial-artige Passagen, dafür im vierten Gang schon am Ende.
13/52 (OEM)4,00Standard — Werksauslegung der FE 570 der Baujahre 2009 bis 2012.
14/523,71Länger — die Werksauslegung des Supermoto-Modells FS 570. Ruhiger auf Asphalt und Schotterpisten, im engen Gelände weniger spontan.

Häufige Fragen zur FE 570

Warum braucht die FE 570 gleich 120 Glieder?
Wegen des um 70 Grad nach vorn geneigten Motors sitzt das Ritzel weiter vorn als bei klassisch aufgebauten Enduros, und die Schwinge ist entsprechend lang. Der DID-Kettensatz nach Erstausrüster-Spezifikation nennt für die FE 570 i.e. ebenfalls 520er-Teilung mit 120 Gliedern.

Passt der Satz auch auf die FS 570 Supermoto?
Kettenrad und Kette ja, das Ritzel nicht ohne Weiteres. Die Passliste führt die FS 570 unter 14 Zähnen vorn und 38 Zähnen hinten — das Supermoto-Modell ist ab Werk deutlich länger übersetzt. Wer umrüstet, tauscht beide Zahnräder und prüft die Kettenlänge neu.

Wie oft muss die Kette bei Geländeeinsatz nachgespannt werden?
Nach jeder nassen oder sandigen Ausfahrt kontrollieren, in der Einlaufphase eines neuen Satzes auch öfter. Entscheidend ist, bei welchem Federungszustand gemessen wird: Bei 335 mm Federweg hinten ändert sich der Achsabstand über den Federweg erheblich, deshalb den Durchhang am belasteten Fahrwerk prüfen und nicht am aufgebockten Motorrad.

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