Husqvarna TE 350 1990 - 1996
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 116 Glieder |
| Ritzel vorn | 12 Zähne |
| Kettenrad hinten | 48 Zähne |
| Übersetzung | 4.00 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die TE 350 auszeichnet
- Cagiva-Husqvarna-4T-Single: 349 ccm Einzylinder-Viertakt mit SOHC 4V und Ölkühlung (kein Flüssigkeits-Kühlmantel) — Cagiva-Husqvarna-Eigen-Konstruktion ohne Plattform-Verwandtschaft mit anderen Marken. Mikuni-BST-33-mm-Flachschiebervergaser, 6-Gang-Getriebe.
- Italienische Cagiva-Ära: Hergestellt in Italien unter Cagiva-Husqvarna-Eigner-Schaft (1986-1995, ab 1995 zu MV Agusta, ab 2007 zu BMW, ab 2013 zu KTM-Pierer) — klar abgegrenzt von der späteren BMW- und KTM-Pierer-Husqvarna-Ära. Italienische Premium-Komponenten (Marzocchi, Öhlins, Brembo) als Serie.
- 115 kg Sport-Enduro-Klasse: Trockengewicht 115 kg — typisch 4T-Single-Sport-Enduro der frühen 90er. Leichter als jede Trail-Enduro der Klasse (Honda XR350R ca. 135 kg, Yamaha XT350 ca. 135 kg), klar im Sport-Enduro-Lager. Bequemer als die parallel verkaufte 2T-Variante (WR 250) durch das 4T-Drehmoment-Plateau.
- Marzocchi-Premium-Federung: Marzocchi-USD-Gabel 45 mm vorn mit ca. 280 mm Federweg, Marzocchi- oder Öhlins-Monoshock hinten mit ca. 300 mm Federweg — voll einstellbar in Druck- und Zugstufe. Italienische Premium-Komponenten Standard in der Cagiva-Ära, ohne Plattform-Sparzwänge späterer Husky-Generationen.
- 520er Sport-Enduro-Standard: 12/48 mit 116 Gliedern und 520er-Teilung — Husqvarna-OEM-Auslegung für die TE-350-Cagiva-Ära. 12Z-Ritzel vorn ist ungewöhnlich kurz und typisch für 4T-Wettbewerbs-Single-Enduros der 90er — sorgt für den charakteristischen Punch beim Anfahren und in technischen Sektionen.
Übersetzung anpassen — Sport-Enduro und Wettbewerb
OEM ist 12/48 mit Übersetzung 4.00. Die folgenden Setups bleiben innerhalb der 116-Glieder-Kettenlänge bzw. mit kleiner Achsverstellung machbar — bei größeren Sprüngen bitte Kettenlänge anpassen.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 12/50 | 4.17 | Kürzer — Kürzer für extrem technisches Gelände und Trial-artige Sektionen — beißt noch schärfer beim Anfahren und in steilen Berg-Auffahrten. Top-Speed sinkt um ca. 5-8 km/h. Kettenlänge meist gleich (116), evtl. kleine Achsverstellung. |
| 12/48 (OEM) | 4.00 | Standard — wie ab Werk getestet und freigegeben. |
| 13/48 | 3.69 | Länger — Länger für offene Cross-Country-Etappen und schnellere Forstwege — erlaubt höhere Endgeschwindigkeit. Kostet etwas Punch in technischen Sektionen. Bei häufigem Wechsel zwischen Sport-Sektionen und schnellem Transit sinnvoll. |
Häufige Fragen zur TE 350
Sind Cagiva-Ära-Husqvarna-Kettensätze noch verfügbar?
Ja, aber Aftermarket — Original-Husqvarna-OEM-Bestellnummer beim Husqvarna-Händler oft nicht mehr lagernd. Die 520er-Teilung mit 12/48/116 ist in allen Marken-Aftermarkets (DID, JT, Tsubaki, Renthal, Supersprox) erhältlich. Bei Erst-Käufern Ritzel-Innen-Verzahnung und Kettenrad-Lochkreis-Geometrie mit dem Aftermarket-Listing abgleichen — die Cagiva-Ära-Geometrie ist nicht mit der späteren BMW- und KTM-Pierer-Ära kompatibel.
Welche Kette für Sport-Enduro-Einsatz?
DID 520 ERT3 oder Regina 520 ZRE — verstärkte O-/X-Ring-Ketten für 4T-Wettbewerbs-Einsatz. Klassische O-Ring-Ketten halten bei harten Stürzen und Schlamm-Sand-Mischung im Wettbewerb deutlich weniger lang. Bei reinem Hobby-Einsatz reichen Standard-X-Ring-Ketten.
Warum ist das OEM-Ritzel so kurz (12Z)?
12Z-Ritzel vorn ist ungewöhnlich kurz und typisch für 4T-Wettbewerbs-Single-Enduros der frühen 90er — sorgt für den charakteristischen Punch beim Anfahren und in technischen Sektionen. Mit dem moderaten Drehmoment der 350er (35 Nm) lange Kettenrad-Standzeit nicht problematisch, das hohe Übersetzungs-Verhältnis (4,0) ist Sport-Enduro-Auslegung. Bei reinen Trail-Bikes der Klasse (Honda XR350R) übliche Werte mit 14/48 oder 15/50.