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KTM Duke 400 1995 - 1996

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KTM Duke 400 (1995-1996): 398-ccm-LC4-Einzylinder mit vier Ventilen, Flüssigkeitskühlung, Ausgleichswelle und 95 x 56,2 mm Bohrung/Hub, je nach Datenblatt 41 bis 50 PS. Zentralrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl.

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520er-Teilung · 16/42 · 112 Glieder · konfigurierbar
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Antriebsstrang-Daten (OEM)

Kettenteilung520
Kettenlänge112 Glieder
Ritzel vorn16 Zähne
Kettenrad hinten42 Zähne
Übersetzung2,63 (rear ÷ front)
AntriebsartKette

Was die Duke 400 auszeichnet

  • Kleinserie, kein Katalogmodell: Der Duke wurde ab Werk mit zwei Motorvarianten gebaut: dem 609-ccm-LC4 als 620 und in kleiner Stückzahl mit dem 398-ccm-LC4. Von der First Edition mit 500 Maschinen waren nur 50 Stück 400er; in Österreich lief die Variante zusätzlich im regulären Programm.
  • Kürzer übersetzt als die 620: Die 620 fährt 17/38 und damit 2,24. Der 400er kompensiert den fehlenden Hubraum mit 16/42, also 2,63 — rund 17 Prozent kürzer. Das ist keine Zufallsbestückung, sondern die Antwort auf 200 ccm weniger.
  • Erster Supermoto von KTM: Der Duke war 1994 KTMs erstes Straßenmotorrad überhaupt und legte mit Zentralrohrrahmen, 17-Zoll-Rädern und Enduro-Federwegen die Bauform fest, die später Supermoto heißen sollte.
  • Modelljahr 1996 mit E-Starter: 1995 kam eine bowdenzuggesteuerte Dekompressionsautomatik, 1996 dann ein überarbeitetes Motorgehäuse mit zwei Ölpumpen, digitaler Zündung und E-Starter. Bei Gebrauchtkäufen lohnt der Blick auf das Baujahr — die späteren Motoren gelten als deutlich standfester.
  • Bekannte Schwachstellen am Antrieb: Eingelaufene Kipphebelrollen, Kurbelwellenschäden und verschlissene Getriebe-Eingangslager sind bei dieser Baureihe dokumentiert. Ursache ist meist kalt gefahrene Volllast. Eine schlecht gespannte Kette erhöht die Stoßbelastung auf genau diese Lager.

Übersetzung anpassen — Supermoto und Stadt

OEM ist 16/42. Die Auslegung ist bereits kurz; wer den 400er hauptsächlich in der Stadt und auf engen Landstraßen bewegt, kann noch weiter gehen. Für Autobahnanteile ist ein Zahn mehr vorn die sinnvollere Richtung.

SetupÜbers.Charakter
16/452,81Kürzer — Wheelie- und Stadtauslegung. Auf der Landstraße wird der Einzylinder darüber schnell laut.
16/42 (OEM)2,63Standard — die Werksbestückung des 400ers, deutlich kürzer als bei der 620.
17/422,47Länger — für Fahrer mit Autobahnanteil. Nähert die 400 der Übersetzung der 620 an, kostet aber Durchzug.

Häufige Fragen zur Duke 400

Passt der Kettensatz der Duke 620?
Nein, nicht unverändert. Die 620 fährt 17/38 bei 106 Gliedern, der 400er 16/42 bei 112. Ritzel und Kettenrad haben zwar dieselbe 520er-Teilung, Zähnezahlen und Kettenlänge unterscheiden sich aber.

Warum 112 Glieder bei nur 398 ccm?
Die Kettenlänge hängt an Schwinge und Radstand, nicht am Hubraum. Der Duke hat mit 1.480 mm Radstand und langen Federwegen einen entsprechend langen Kettentrieb.

Wie oft muss nachgespannt werden?
Bei einem Einzylinder mit 170 mm Federweg alle 500 km kontrollieren. Der große Federweg verändert den Achsabstand über den Hub deutlich stärker als bei einem Straßenmotorrad — zu straff gespannt belastet das Getriebe-Ausgangslager.

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