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KTM 620 LC4 EGS 1994 - 1999

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KTM 620 LC4 EGS (1994-2002): ein 609 ccm großer, flüssigkeitsgekühlter Einzylinder mit obenliegender Nockenwelle und vier Ventilen, der 50 PS (36,5 kW) bei 7.250/min leistet und seine Kraft über ein Fünfganggetriebe abgibt. Getragen wird das Ganze von einem Chrom-Molybdän-Stahlrohrrahmen mit WP-Federelementen an beiden Enden.

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520er-Teilung · 15/50 · 114 Glieder · konfigurierbar
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Antriebsstrang-Daten (OEM)

Kettenteilung520
Kettenlänge114 Glieder
Ritzel vorn15 Zähne
Kettenrad hinten50 Zähne
Übersetzung3,33 (rear ÷ front)
AntriebsartKette

Was die 620 LC4 auszeichnet

  • Der LC4 als Reisemotor: In der EGS-Ausführung ist der 609er auf Drehmoment und Laufruhe abgestimmt statt auf Spitzenleistung. 50 PS an 139 kg Trockengewicht reichen für Landstraße und Piste gleichermaßen — die Auslegung ist der Grund, warum diese Motoren bei richtiger Wartung sehr hohe Laufleistungen erreichen
  • 15/50 ist die Enduro-Auslegung: Mit 3,333 sitzt die EGS deutlich kürzer als die straßenorientierten LC4-Ableger, die mit 16/42 oder 17/45 gefahren werden. Das ist gewollt: die Übersetzung ist auf Geländetauglichkeit und Zugkraft aus niedrigen Drehzahlen ausgelegt
  • Ein Motor, viele Bestückungen: Die LC4-Familie deckt von der Supermoto bis zur Adventure alles ab, und fast jede Variante fährt eine eigene Sekundärübersetzung. Beim Teilekauf zählt deshalb die exakte Modellbezeichnung, nicht der Hubraum
  • 520er-Kette am Einzylinder: Die Teilung ist für 50 PS reichlich bemessen und stammt aus dem Geländeeinsatz. Vorteil: hohe Reserven bei Schlagbelastung. Nachteil: der Antrieb dankt es nicht, wenn die Kette trocken läuft — Sand und Staub arbeiten hier härter als auf der Straße
  • Kettenspannung nach Federweg prüfen: Bei über 300 mm Federweg ändert sich der Durchhang über den Federungsweg erheblich. Die Spannung gehört bei eingefedertem Fahrwerk kontrolliert, nicht am aufgebockten Motorrad — sonst läuft die Kette im Gelände zu straff

Übersetzung anpassen — Gelände gegen Reise

OEM ist 15/50 und damit 3,333 — eine Enduro-Auslegung, die aus dem Stand und aus niedrigen Drehzahlen zieht. Auf langen Asphaltetappen ist das spürbar kurz. Ein Zahn mehr vorn nimmt rund sieben Prozent Drehzahl heraus und macht die EGS zum brauchbaren Reisemotorrad, ohne dass im Gelände die Zugkraft fehlt.

SetupÜbers.Charakter
15/523,47Kürzer — mehr Zugkraft im schweren Gelände, dafür oben deutlich weniger Reserve
15/50 (OEM)3,33Standard — KTMs Kompromiss zwischen Piste und Landstraße
16/503,13Länger — die übliche Reisemodifikation. Weniger Drehzahl auf der Autobahn, im Gelände kaum spürbar

Häufige Fragen zur 620 LC4

Welcher Kettensatz gehört auf die KTM 620 LC4 EGS?
Eine 520er-Kette mit 114 Gliedern, 15 Zähne vorn und 50 hinten. Diese Auslegung ist für die Baujahre 1994 bis 1999 ausdrücklich als Standardübersetzung dokumentiert.

Warum finde ich für 620er-LC4-Modelle auch 17/45?
Weil das die Auslegung der EGS-Enduro-Adventure ist, einer eigenen Variante mit 112 Gliedern. Die LC4-Baureihe hat je nach Modell sehr unterschiedliche Sekundärübersetzungen — von 15/50 an der EGS bis 16/42 an der 640er Adventure.

Kann ich am LC4 einfach auf 520 umrüsten?
Die 620 LC4 EGS fährt ab Werk 520, ein Umbau ist also nicht nötig. Der hier konfigurierbare Satz entspricht der Werksteilung.

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