KTM Duke 990 R 2024
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 116 Glieder |
| Ritzel vorn | 16 Zähne |
| Kettenrad hinten | 43 Zähne |
| Übersetzung | 2,69 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die 990 Duke R auszeichnet
- Erste LC8c-Naked mit Umlenkschwinge: Die R ist das erste Modell mit LC8c-Motor, das das Federbein nicht mehr direkt anlenkt. Das kostet 3 mm Federweg hinten, macht die Kennlinie aber progressiv — spürbar an der Kontrolle über den letzten Federwegsdritteln.
- Übersetzung nicht anzurühren: KTM schreibt im Handbuch ausdrücklich, dass Änderungen an der Getriebeübersetzung nicht zulässig sind und zu Fehlfunktionen führen können. Grund ist die Kalibrierung von Traktionskontrolle, Wheelie-Control und Tacho auf die Werkspaarung 16/43.
- 520er-Kette an 103 Nm: KTM legt die Duke-Baureihe konsequent auf 520 aus und nutzt dafür eine X-Ring-Kette. Das ist bei über 100 Nm keine Sparmaßnahme, sondern gewollte Massereduktion an der ungefederten und rotierenden Masse.
- 128 statt 121 PS: Gegenüber der Standard-990 Duke holt die R rund sieben PS über ein geändertes Kennfeld und eine auf 10.500/min angehobene Drehzahlgrenze. Am Drehmoment und an der Sekundärübersetzung ändert das nichts.
- Brembo Stylema und 320 mm: Die R fährt 20 mm größere Scheiben als die Standardversion und Stylema-Monoblocks statt der einfacheren Sättel. Wer die Bremsleistung ausnutzt, belastet auch den Kettentrieb stärker — Lastwechsel gehen direkt in die Kette.
- Kette und Elektronik hängen zusammen: Weil Traktionskontrolle und Wheelie-Control aus dem Verhältnis von Vorder- und Hinterradgeschwindigkeit rechnen, verschiebt eine geänderte Übersetzung die Regelschwellen. Das ist der eigentliche Grund hinter KTMs Verbot.
Übersetzung anpassen — Landstraße und Trackday
OEM ist 16/43 bei 520er-Teilung und 116 Gliedern; KTM nennt diese Sekundärübersetzung im Fahrerhandbuch und untersagt Änderungen daran ausdrücklich. Wer trotzdem umlegt, muss wissen, dass Traktionskontrolle, Wheelie-Control und Tachoanzeige auf 16/43 kalibriert sind. Für den Serienbetrieb ist die Werkspaarung deshalb die einzige empfohlene Auslegung.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 16/45 | 2,81 | Kürzer — mehr Antritt aus engen Kehren, aber KTM untersagt die Änderung; Regelsysteme und Tacho rechnen dann falsch. |
| 16/43 (OEM) | 2,69 | Standard — die einzige vom Hersteller freigegebene Auslegung, auf Elektronik und Tachoanzeige abgestimmt. 116 Glieder. |
| 17/43 | 2,53 | Länger — ruhigere Drehzahl bei Reisetempo, verschenkt Durchzug und liegt ebenfalls außerhalb der Freigabe. |
Häufige Fragen zur 990 Duke R
Welche Kettenteilung fährt die KTM 990 Duke R?
520. Das Fahrerhandbuch nennt eine X-Ring-Kette der Teilung 5/8 × 1/4 Zoll und eine Sekundärübersetzung von 16:43. Die Werkslänge sind 116 Glieder.
Darf die Übersetzung geändert werden?
KTM sagt nein. Im Handbuch steht der Hinweis, dass Änderungen an der Getriebeübersetzung nicht zulässig sind und zu Fehlfunktionen führen können. Traktionskontrolle, Wheelie-Control und Tacho sind auf 16/43 kalibriert.
Passt ein Kettensatz der 890 Duke?
Nein. Die 890 Duke fährt zwar ebenfalls 520er-Teilung, aber 16/41 statt 16/43 und eine andere Kettenlänge. Die Sätze sind nicht austauschbar.
Wie oft muss die Kette kontrolliert werden?
Alle 500 bis 1.000 Kilometer den Durchhang prüfen, im Trackday-Betrieb häufiger. Gemessen wird am unteren Trum bei entlastetem Hinterrad; Kettenverschleiß ist selten gleichmäßig, deshalb an mehreren Stellen messen.