Kawasaki KV 250 1985 - 1986
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 98 Glieder |
| Ritzel vorn | 14 Zähne |
| Kettenrad hinten | 44 Zähne |
| Übersetzung | 3,14 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die KV 250 auszeichnet
- Ein Arbeitsgerät, kein Freizeitmotorrad: Die KV 250 gehört zu Kawasakis AGI-Linie: bestehende Modelle, die für den Einsatz auf Farmen und Weiden umgerüstet wurden. Gebaut wurde sie von 1983 bis 1988, verkauft vor allem in Australien und Neuseeland. Zur Ausstattung gehören größere Schutzbleche mit Schmutzfängern, Gepäckträger vorn und hinten, Halter für Schaufel und Handwerkzeug, Schutzbügel für Scheinwerfer und Rücklicht sowie Handschützer.
- Die Kette läuft gekapselt und wird automatisch geölt: Zwei Merkmale der Arbeitsausführung betreffen unmittelbar den Antrieb: ein vollständig geschlossener Kettenschutz und ein automatischer Kettenöler. Beides ist auf einem Fahrzeug gedacht, das täglich durch Staub, Schlamm und Mist fährt und dessen Fahrer nicht jeden Abend zur Sprühdose greifen soll. Wer einen Satz erneuert, sollte den Kasten und die Ölleitung gleich mit prüfen.
- Vierzehn zu vierundvierzig für Arbeitstempo: Ab Werk laufen 14 Zähne vorn, 44 hinten und eine 520er Kette mit 98 Gliedern. Das ergibt 3,14 — eine kurze Auslegung, die zum Einsatzzweck passt: Zugkraft im Gelände und bei niedriger Geschwindigkeit sind wichtiger als Endgeschwindigkeit.
- Der Motor stammt aus der Enduro: Grundlage ist der 249-Kubikzentimeter-Viertakter der KLR 250 mit 74 Millimetern Bohrung und 58 Millimetern Hub. Die Ausgleichswelle glättet den Lauf und macht den Motor bei niedrigen Drehzahlen besser beherrschbar — genau das, was ein Fahrzeug braucht, das stundenlang im Schritttempo über eine Koppel fährt.
- Fünfhundertzweiundvierzig Millimeter zwischen den Wellen: Aus 14 zu 44 Zähnen und 98 Gliedern in 520er Teilung ergibt sich ein Abstand von rund 542 Millimetern zwischen Ritzelwelle und Hinterachse. Wer eine abweichende Zähnezahl montiert, kann daran nachrechnen, ob die vorhandene Gliederzahl noch in den Verstellbereich der Kettenspanner fällt.
Übersetzung anpassen — Arbeit im Gelände
OEM ist 14/44 auf 98 Gliedern. Für diesen Lochkreis gibt es Ritzel von 10 bis 18 und Kettenräder von 37 bis 46 Zähnen — der Spielraum ist also groß. Wer die Werksauslegung ändern will, sollte bedenken, dass der geschlossene Kettenkasten auf die Serienbestückung ausgelegt ist.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 13/44 | 3,38 | Kürzer — noch mehr Zugkraft im Schritttempo, dafür dreht der Motor auf dem Weg zur Weide höher |
| 14/44 (OEM) | 3,14 | Standard — auf Arbeitstempo und Zugkraft ausgelegt |
| 15/44 | 2,93 | Länger — ruhiger auf längeren Verbindungsstrecken, weniger Reserve am Hang |
Häufige Fragen zur KV 250
Passt ein normaler Kettensatz trotz Kettenkasten?
Die Zähnezahlen und die Teilung sind dieselben wie an einem offenen Antrieb. Zu prüfen ist, ob der Kasten nach dem Einbau wieder sauber schließt und ob der Ölanschluss dicht ist.
Wie viel bringt ein Zahn am Ritzel?
Bei 14 Zähnen ändert ein Zahn weniger die Übersetzung um knapp acht Prozent, ein Zahn mehr um knapp sieben Prozent. Am Kettenrad wirkt ein Zahn mit gut zwei Prozent deutlich feiner.
Was unterscheidet die KV 250 von einer KLR 250?
Der Motor ist derselbe. Unterschiedlich sind die Anbauteile: Schutzbleche, Gepäckträger, Werkzeughalter, Schutzbügel, Handschützer, der verstärkte Motorschutz, der Doppelständer sowie der geschlossene Kettenschutz mit automatischem Öler.