Kawasaki KLE 500 A6-A14 1996 - 2005
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 110 Glieder |
| Ritzel vorn | 17 Zähne |
| Kettenrad hinten | 46 Zähne |
| Übersetzung | 2,71 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die KLE 500 auszeichnet
- Kawasaki hat 1997 die Übersetzung geändert: Bis zur A6 von 1996 fährt die KLE 16 Zähne vorn und 44 hinten. Ab der A7 von 1997 sind es 17 und 46. Die Ersatzteil-Passliste der Produktseite trennt beide Gruppen baujahrgenau — wer den falschen Satz bestellt, bekommt Teile, die nicht zusammenpassen.
- GPZ-500-S-Motor im Reiseenduro-Aufbau: Der 498er Parallel-Twin stammt aus der GPZ 500 S. In der KLE arbeitet er mit längerer Übersetzung und weicherer Abstimmung — dieselbe Basis, aber ein deutlich anderer Charakter.
- 2,71 — lang für eine Enduro: 46 Zähne auf 17 ergeben eine Sekundärübersetzung von 2,71. Das ist die Auslegung einer Reisemaschine, nicht die eines Geländemotorrads. Auf der Autobahn zahlt sich das aus, im Gelände fehlt Zugkraft aus dem ersten Gang.
- 205 kg trocken verlangen eine intakte Kette: Die KLE ist kein Leichtgewicht. Mit Gepäck und Sozius kommt einiges zusammen, und der Sekundärantrieb sieht dauerhaft hohe Lasten. Ein gelängter Satz meldet sich zuerst über Lastwechselschläge.
- 110 Glieder — passend zum langen Radstand: Mit 1.500 mm Radstand braucht die KLE 110 Glieder in 520er-Teilung. Sätze anderer Kawasaki-500er sind kürzer und passen nicht.
Übersetzung anpassen — Reiseenduro und Landstraße
OEM ist 17/46 in 520er-Teilung mit 110 Gliedern, also eine Sekundärübersetzung von 2,71. Kawasaki hat die KLE als Allroundmaschine mit Autobahntauglichkeit ausgelegt. Wer viel mit Gepäck oder im Gelände unterwegs ist, gewinnt mit einem Zahn weniger vorn deutlich Zugkraft.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 16/46 | 2,88 | Kürzer — rund sechs Prozent mehr Zugkraft. Der übliche Umbau für Gepäck, Sozius und leichtes Gelände. |
| 17/46 (OEM) | 2,71 | Standard — Kawasakis Werksauslegung ab der A7 von 1997. |
| 17/44 | 2,59 | Länger — die Bestückung der frühen A1 bis A6. Ruhiger auf der Autobahn, dafür träger am Berg. |
Häufige Fragen zur KLE 500
Passt der Satz auf eine KLE 500 von 1996?
Nein. Die A6 von 1996 gehört noch zur ersten Gruppe mit 16 Zähnen vorn und 44 hinten. Die Umstellung auf 17/46 kam mit der A7 im Modelljahr 1997.
Woran erkenne ich, welche Ausführung ich habe?
Am Typcode im Fahrzeugschein und am Baujahr. A1 bis A6 sind die Jahre 1991 bis 1996, A7 bis A14 die Jahre 1997 bis 2005. Im Zweifel die Zähne am verbauten Kettenrad nachzählen.
Passt ein Kettensatz der GPZ 500 S?
Nein. Beide teilen sich den Motor, aber nicht die Übersetzung und nicht die Kettenlänge. Die GPZ ist deutlich kürzer übersetzt und hat einen kürzeren Radstand.
Wie viele Glieder braucht die KLE?
110 in 520er-Teilung. Wer die Übersetzung ändert, prüft die Länge neu — bei zwei Zähnen Unterschied reicht der Verstellweg der Kettenspanner meist noch aus.