Kawasaki 600 GPZ 600R 1985 - 2000
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 530 |
|---|---|
| Kettenlänge | 102 Glieder |
| Ritzel vorn | 15 Zähne |
| Kettenrad hinten | 39 Zähne |
| Übersetzung | 2,60 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die GPZ 600R auszeichnet
- Die erste moderne 600er: Die GPZ 600R von 1985 gilt als das Motorrad, das die Supersport-600-Klasse begründet hat: flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder, Vollverkleidung, Uni-Trak-Fahrwerk. Alles, was danach kam, misst sich an dieser Konstruktion.
- 530er-Kette mit nur 102 Gliedern: Für einen Vierzylinder ist die 530er-Teilung robust ausgelegt, die Kettenlänge mit 102 Gliedern dagegen ungewöhnlich kurz. Das liegt an der vergleichsweise kompakten Schwinge — ein Satz aus einer 600er der Neunziger passt deshalb nicht, auch wenn Teilung und Zähnezahlen ähnlich aussehen.
- Lang übersetzt für einen Sportler: 15 Zähne vorn und 39 hinten ergeben 2,60. Das ist für ein sportliches Motorrad eine lange Auslegung und passt zum Charakter der GPZ: sie war als schneller Sporttourer konzipiert, nicht als Rennstreckengerät.
- Die Baureihe lief bis 1990: Der Typcode ZX600A deckt die Jahrgänge 1985 bis 1990 ab; die Ersatzteil-Passlisten führen die Modelle A1 bis A5. Danach übernahm die GPZ 600 R keinen Nachfolger mehr in derselben Form — die Klasse ging an die ZZR- und ZX-Baureihen über.
- Alterungsfrage: die Kette steht mehr, als sie läuft: Motorräder dieser Generation werden heute meist saisonal bewegt. Standrost in den Rollen und ausgehärtetes Fett sind die häufigsten Ursachen für Ruckeln im Antrieb — nicht Verschleiß durch Kilometer. Vor dem Saisonstart gehört die Kette gereinigt, geprüft und gefettet.
Übersetzung anpassen — Sporttourer im Originalzustand
OEM ist 15/39 bei 530er-Teilung und 102 Gliedern, also eine Sekundärübersetzung von 2,60. Das ist bewusst lang gewählt. Diese Seite führt Ritzel von 13 bis 19 Zähnen und Kettenräder von 38 bis 48 — der sinnvolle Bereich ist deutlich enger, weil eine 102-Glieder-Kette nur wenig Spielraum beim Radstand lässt.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 14/39 | 2,79 | Deutlich kürzer — mehr Antritt aus dem Drehzahlkeller, dafür rund sieben Prozent mehr Drehzahl bei Reisetempo |
| 15/41 | 2,73 | Kürzer — die feinere Stufe, gut für kurvige Strecken und Zwei-Personen-Betrieb |
| 15/39 (OEM) | 2,60 | Standard — Kawasakis Werksauslegung als schneller Sporttourer |
| 15/38 | 2,53 | Länger — die einzige über das Kettenrad darstellbare Verlängerung, minimal ruhiger bei hohem Tempo |
Häufige Fragen zur GPZ 600R
Welcher Kettensatz gehört auf die GPZ 600R?
Eine 530er-Kette mit 102 Gliedern, 15 Zähne vorn und 39 hinten. Die Ersatzteil-Passliste dieser Seite führt 'Kawasaki GPZ600 R (ZX600A1-A5) 85-89' baujahrgenau im 15-Zähne- und im 39-Zähne-Block, und DID-Kettensätze für die ZX600A nennen 15-39-102.
Warum schlägt der Konfigurator 19/48 vor?
Weil die auf dieser Seite eingebundenen Ritzel- und Kettenrad-Artikel für Yamaha-Modelle wie R1, FZ1 und XJR 1300 gelistet sind und deren Bestückung tragen. Für die GPZ 600R gilt 15/39 — die Passliste derselben Seite führt das Modell modellspezifisch.
Bis wann wurde die GPZ 600R gebaut?
Der Typcode ZX600A deckt die Jahrgänge 1985 bis 1990 ab. Kettensätze für diese Baureihe werden entsprechend für 1985 bis 1990 geführt; der Datensatz dieser Seite reicht darüber hinaus.
Passt ein Kettensatz einer späteren 600er?
Nein. Auch wenn Teilung und Zähnezahlen ähnlich aussehen: die GPZ 600R fährt mit 102 Gliedern eine deutlich kürzere Kette als die meisten 600er der Neunziger. Die Kettenlänge ist hier das entscheidende Kriterium.
Lohnt eine moderne X-Ring-Kette?
Ja. Die Originalkette war ungedichtet; moderne X-Ring-Ketten in derselben Teilung halten ein Vielfaches, weil die Dichtringe das Werksfett im Bolzen einschließen. Gerade bei saisonalem Betrieb mit langen Standzeiten ist das der größte Gewinn.