Kawasaki 650 W650 EJ650 1999 - 2006
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 525 |
|---|---|
| Kettenlänge | 104 Glieder |
| Ritzel vorn | 15 Zähne |
| Kettenrad hinten | 39 Zähne |
| Übersetzung | 2,60 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die W 650 auszeichnet
- Königswelle statt Steuerkette: Die obenliegende Nockenwelle wird über eine senkrechte Königswelle angetrieben, nicht über eine Steuerkette. Das ist das technische Alleinstellungsmerkmal der W 650 und der Grund für ihr charakteristisches Laufgeräusch.
- 39 Zähne sind wenig für einen 676er: Mit 15/39 fährt die W 650 eine Sekundärübersetzung von nur 2,60. Das ist ausgesprochen lang für einen Zweizylinder mit 50 PS und gehört zur Auslegung als entspannter Klassiker — der Twin soll bummeln, nicht drehen.
- Trommelbremse hinten: Hinten arbeitet eine 160-Millimeter-Trommel, vorn eine 300-mm-Scheibe. Für den Kettensatz heißt das: das Kettenrad sitzt direkt an der Trommelnabe und ist beim Wechsel gut zugänglich, ohne dass ein Bremssattel im Weg steht.
- Zwei Federbeine, kurzer Federweg: Die klassische Zweiarmschwinge mit zwei Federbeinen verändert den Kettendurchhang beim Einfedern weniger stark als eine Umlenkkonstruktion. Trotzdem gilt: Durchhang immer mit auf den Rädern stehendem Motorrad messen.
- 525er-Teilung, aber nur 104 Glieder: Der kurze Radstand von 1.450 Millimetern und die geringe Zähnezahl ergeben eine für einen 676er ungewöhnlich kurze Kette. Wer nach Gefühl eine 110er bestellt, hat sechs Glieder zu viel.
Übersetzung anpassen — Klassiker im Alltag
OEM ist 15/39 in 525er-Teilung mit 104 Gliedern, also 2,60. Kawasaki hat die W 650 bewusst lang übersetzt, damit der Twin bei Landstraßentempo niedrig dreht. Diese Seite führt Ritzel von 14 bis 17 Zähnen und Kettenräder von 38 bis 46.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 15/40 | 2,67 | Kürzer — etwas mehr Antritt aus dem Drehzahlkeller, ohne den entspannten Charakter zu verlieren |
| 15/39 (OEM) | 2,60 | Standard — Kawasakis Werksauslegung für den gemütlichen Klassiker |
| 16/39 | 2,44 | Länger — noch niedrigere Drehzahl auf der Landstraße. Der Twin hängt dann im großen Gang aber merklich träger am Gas |
Häufige Fragen zur W 650
Welcher Kettensatz gehört auf die Kawasaki W 650?
Eine 525er-Kette mit 104 Gliedern, 15 Zähne vorn und 39 hinten. Der DID-Originalausrüstungs-Satz für die EJ650 nennt genau diese Bestückung, und die Ersatzteilliste dieser Seite führt 'Kawasaki W650 A1, A2, A3, A4 (EJ650)' im 15- und im 39-Zähne-Block.
Passt der Kettensatz der W 800?
Ritzel und Kettenrad sind bei vielen Anbietern als gemeinsamer Satz gelistet, weil sich beide Modelle den Antriebsstrang weitgehend teilen. Trotzdem immer nach dem konkreten Modell bestellen — die Kettenlänge kann sich unterscheiden.
Warum hat die W 650 nur 39 Zähne hinten?
Weil sie lang übersetzt ist. 2,60 Sekundärübersetzung sind für einen 676-ccm-Twin mit 50 PS ausgesprochen wenig. Kawasaki wollte niedrige Drehzahlen bei Landstraßentempo, nicht Beschleunigung.
Woran erkenne ich die Königswelle beim Teilekauf?
An der senkrechten Röhre auf der rechten Zylinderseite, die vom Kurbelgehäuse zum Zylinderkopf führt. Für den Kettensatz spielt sie keine Rolle, sie ist aber das sicherste Erkennungsmerkmal einer echten W 650 gegenüber optisch ähnlichen Klassikern.
Wie viel Durchhang braucht die Kette an der W 650?
Rund 25 bis 35 Millimeter am unteren Trum, gemessen mit auf den Rädern stehendem Motorrad. Bei der klassischen Zweiarmschwinge ändert sich der Achsabstand beim Einfedern weniger stark als bei Umlenksystemen, zu straff gespannt sollte die Kette trotzdem nie sein.