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Aktives Motorrad

MV Agusta 1000 F4 RR 2012

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MV Agusta F4 RR (ab 2012): ein 998 ccm großer, flüssigkeitsgekühlter Reihenvierzylinder mit radial angeordneten Ventilen, 79 mm Bohrung, 51 mm Hub, 13,4:1 Verdichtung und Sechsganggetriebe, gut 200 PS (rund 147 kW) bei 13.600/min. Getragen wird das Ganze von einem Gitterrohrrahmen aus CrMo-Stahl mit Einarmschwinge.

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525er-Teilung · 15/41 · 110 Glieder · konfigurierbar
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Antriebsstrang-Daten (OEM)

Kettenteilung525
Kettenlänge110 Glieder
Ritzel vorn15 Zähne
Kettenrad hinten41 Zähne
Übersetzung2,73 (rear ÷ front)
AntriebsartKette

Was die F4 RR auszeichnet

  • Fünfzehn zu einundvierzig ist die Auslegung der ganzen späten F4: Ein Kettensatz-Anbieter führt die Generation ab 2010 als geschlossene Kategorie mit 15 Zähnen vorn, 41 hinten und 110 Gliedern in 525er-Teilung — R, RR und RC gemeinsam. Die Artikel-Deklaration der Shopseite nennt zeichengleich denselben Satz.
  • Fünfhundertfünfundzwanzig an einem Motorrad mit gut 200 PS: 525 statt 530 wirkt an einem Superbike dieser Leistungsklasse schmal, ist bei modernen Literklasse-Sportlern aber der Normalfall. Eine 525er-Kette baut leichter, und MV Agusta hat an dieser Maschine mit Einarmschwinge und geschmiedeten Rädern durchgehend auf Masse geachtet. Für den Besitzer heißt das, die Kette als Verschleißteil mit klarem Wartungsintervall zu behandeln.
  • Vorn stehen nur zwei Zähnezahlen zur Wahl: Der Shop führt für die F4 Ritzel mit 14 und 15 Zähnen aus Stahl, dazu ein gummiertes Silent-Ritzel mit 16. Hinten reicht das Feld von 39 bis 43 Zähnen. Wer länger übersetzen möchte, geht deshalb über das Kettenrad; nach unten steht mit dem 14er-Ritzel eine kräftige Stufe bereit.
  • Ein Zahn vorn ändert hier gut sieben Prozent: Von 15 auf 14 Zähne steigt die Sekundärübersetzung von 2,73 auf 2,93 — gut sieben Prozent. Am Kettenrad ist derselbe Sprung erst mit drei Zähnen erreicht. An einer Maschine, die ihre Leistung ohnehin erst jenseits von 10.000 Touren abruft, ist die feinere Abstufung hinten meist die sinnvollere.
  • Elektronisch verstellbares Fahrwerk, mechanischer Antrieb: Gabel und Federbein lassen sich vom Cockpit aus verstellen, die Traktionskontrolle arbeitet achtstufig und der Schaltautomat spart die Kupplung. Am Kettentrieb ändert das nichts: Kettendurchhang, Fluchtung und Schmierung bleiben Handarbeit, und der Schaltautomat legt die Gänge unter Last ein — der Antriebsstrang bekommt dabei jeden Schaltvorgang ungedämpft mit.

Übersetzung anpassen — Landstraße gegen Rennstrecke

OEM ist 15/41 mit 110 Gliedern in 525er-Teilung, also eine Sekundärübersetzung von 2,73. Der Shop führt vorn 14 und 15 Zähne aus Stahl und hinten 39 bis 43 — beide Richtungen sind also abgedeckt.

SetupÜbers.Charakter
14/412,93Kürzer — deutlich mehr Antritt aus engen Kurven, kostet Endgeschwindigkeit und Drehzahlreserve
15/432,87Etwas kürzer — die feinere Stufe für kurvige Landstraßen
15/41 (OEM)2,73Standard — MV Agustas Werksauslegung für die gesamte späte F4-Generation
15/392,60Länger — niedrigere Drehzahl bei hohem Tempo, nur auf schnellen Strecken sinnvoll

Häufige Fragen zur F4 RR

Passt der Satz auch auf eine F4 R oder F4 RC?
Der Kettensatz-Anbieter führt R, RR und RC der Generation ab 2010 in einer gemeinsamen Kategorie mit 15/41 und 110 Gliedern. Bei den älteren F4 1000 bis 2007 weicht die Werkskombination dagegen ab. Beim Kauf ist deshalb das Baujahr wichtiger als der Zusatzbuchstabe.

Warum nur 525 statt 530?
Weil MV Agusta an dieser Maschine konsequent Masse spart. Eine 525er-Kette ist leichter als eine 530er, und die Belastbarkeit reicht für den Serieneinsatz aus. Wer die Maschine auf der Rennstrecke bewegt, sollte dafür kürzere Wechselintervalle einplanen statt auf eine breitere Teilung umzurüsten — die Einarmschwinge gibt den Platz dafür nicht her.

Wie oft gehört die Kette kontrolliert?
An einem Superbike dieser Leistungsklasse deutlich häufiger als an einem Tourer. Der Durchhang sollte vor jeder längeren Fahrt geprüft werden, und nach Rennstreckeneinsätzen gehört die Kette gereinigt und neu geschmiert. Ein zu straff gespannter Antrieb ist dabei schädlicher als ein leicht zu lockerer, weil er das Ausgangswellenlager belastet.

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