Peugeot XP6 50 Supermoto Speichenrad 2008 - 2011
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 420 |
|---|---|
| Kettenlänge | 126 Glieder |
| Ritzel vorn | 11 Zähne |
| Kettenrad hinten | 60 Zähne |
| Übersetzung | 5,45 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die XP6 50 Supermoto auszeichnet
- 126 Glieder sind hier kein Tippfehler: Ein baujahrgenauer Kettensatz für die XP6 50 Supermoto Speichenrad des Modelljahrs 2009 nennt die Teilenummern JTF1120.11 vorn, JTR1131.60 hinten und eine 420er-Kette mit 126 Gliedern. Peugeot hat unter den Bezeichnungen XP6 und XPS mehrere 50er-Varianten geführt, die in den Katalogen mit unterschiedlichen Kettenlängen stehen. Wer nach dem Nachbarmodell statt nach der eigenen Ausführung bestellt, greift hier daneben.
- 60 Zähne hinten an einem Fünfziger: Ein Kettenrad mit 60 Zähnen wirkt an einem 50-ccm-Motorrad erst einmal absurd. Es ist aber die rechnerische Folge des kleinen Ritzels: mit nur elf Zähnen vorn braucht es hinten entsprechend viel, um die Sekundärübersetzung von 5,45 zu erreichen. Diese Kombination aus sehr kleinem Ritzel und sehr großem Kettenrad ist bei den 50-ccm-Schaltmodellen dieser Jahre der Normalfall.
- Der Minarelli AM6 als gemeinsame Basis: Der Motor ist der wassergekühlte Zweitakt-Einzylinder Minarelli AM6 mit Sechsganggetriebe — derselbe Antrieb, den in dieser Zeit auch Beta, Malaguti, Rieju und Aprilia verbaut haben. Das ist beim Teilekauf ein Vorteil: Verschleißteile des Motors sind breit verfügbar. Beim Kettensatz gilt das ausdrücklich nicht, denn Zähnezahlen und Länge legt jeder Hersteller für sein eigenes Fahrgestell fest.
- Supermoto heißt 17 Zoll an beiden Enden: Die Supermoto-Variante rollt vorn und hinten auf 17-Zoll-Rädern mit Straßenreifen, während die Enduro-Schwestermodelle 21 Zoll vorn und 18 Zoll hinten fahren. Die Kataloge führen Supermoto- und Enduro-Ausführung deshalb als getrennte Positionen mit eigenen Kettensätzen. Die Angabe der Variante ist beim Bestellen also wichtiger als das Baujahr allein.
- Nur Kettenräder, kein Ritzel im Sortiment: Die Shopseite führt für dieses Modell Kettenräder von 44 bis 71 Zähnen, aber keinen eigenen Ritzelartikel. Jede Änderung der Übersetzung läuft hier also über das hintere Zahnrad. Das ist beim Fünfziger kein Nachteil: ein Zahn am 60er-Kettenrad ändert die Übersetzung um weniger als zwei Prozent und erlaubt damit sehr feine Abstimmung.
Übersetzung anpassen — Alltag gegen Höchstgeschwindigkeit
OEM ist 11/60 mit 126 Gliedern in 420er-Teilung, also eine Sekundärübersetzung von 5,45. Der Shop führt für dieses Modell Kettenräder von 44 bis 71 Zähnen und kein abweichendes Ritzel — alle Änderungen laufen über das hintere Zahnrad.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 11/62 | 5,64 | Kürzer — etwas mehr Antritt, sinnvoll bei viel Stadtverkehr und Steigungen |
| 11/60 (OEM) | 5,45 | Standard — der Kompromiss, mit dem das Motorrad ausgeliefert wurde |
| 11/58 | 5,27 | Länger — ruhigere Drehzahl bei Dauertempo, dafür träger aus dem Stand |
Häufige Fragen zur XP6 50 Supermoto
Warum hat gerade diese Variante nur 126 Glieder?
Weil die Kettenlänge am Fahrgestell hängt, nicht an der Zähnezahl allein. Für die Ausführung mit Speichenrad nennt ein baujahrgenauer Kettensatz ausdrücklich 126 Glieder bei 11/60. Andere XP6- und XPS-Varianten derselben Jahre werden mit anderen Längen geführt. Zählen Sie im Zweifel die Glieder der montierten Kette, bevor Sie bestellen.
Kann ich die Kette einfach kürzen, wenn sie zu lang geliefert wird?
Ja, das ist bei 420er-Ketten der Normalfall. Manche Anbieter liefern bewusst eine überlange Rohkette, die auf das Maß der Originalkette gekürzt werden muss. Achten Sie darauf, dass Sie am Ende ein passendes Schloss haben und die Kette nicht zu kurz wird — nachträglich verlängern lässt sie sich nicht.
Wie oft muss ich beim Zweitakter die Kette schmieren?
Öfter als beim Viertakter, denn die 420er-Kette an einem Fünfziger ist filigran und läuft oft ungedichtet. Alle paar hundert Kilometer reinigen und schmieren ist sinnvoll, nach jeder Fahrt im Regen ohnehin. Prüfen Sie dabei gleich den Durchhang — eine zu straffe Kette belastet die Getriebeausgangswelle.