Suzuki 125 GP (N,P,R,S) 1980 - 1989
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 428 |
|---|---|
| Kettenlänge | 118 Glieder |
| Ritzel vorn | 15 Zähne |
| Kettenrad hinten | 41 Zähne |
| Übersetzung | 2,73 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die GP 125 auszeichnet
- Ein Jahrzehnt praktisch unverändert: Die GP 125 lief von 1980 bis 1989 mit derselben Werksbestückung durch. Die Ersatzteil-Listen führen sie deshalb pauschal als 'GP125 All 80-89' — bei diesem Modell muss man ausnahmsweise nicht nach Baujahr sortieren.
- 428er-Kette an einer 125er: Für ein Zweitakt-Leichtkraftrad ist die 428er-Teilung reichlich bemessen und entsprechend haltbar. Die Kehrseite: 118 Glieder wiegen spürbar, und der Antrieb quittiert es sofort, wenn die Kette trocken läuft.
- Zweitakt heißt Lastwechsel: Der Motor baut sein Drehmoment schlagartig auf. Für die Kette bedeutet jeder Gasstoß eine Zugspitze — an solchen Motoren verschleißt der Antrieb schneller als an einem gleich starken Viertakter.
- 15/41 ist auf Endgeschwindigkeit ausgelegt: Mit 2,73 sitzt die GP für ein 125er-Motorrad recht lang. Sechs Gänge und 117 km/h Spitze zeigen, worauf Suzuki die Maschine ausgelegt hat: auf Landstraße statt auf Stadtverkehr.
- Drehschieber statt Schlitzsteuerung: Der Gemischeinlass läuft über eine seitliche Drehschieberscheibe. Das bringt die für Suzuki-Zweitakter typische breite Leistungsentfaltung — und für den Kettentrieb einen gleichmäßigeren Kraftverlauf, als es die 9,6 PS vermuten lassen.
Übersetzung anpassen — Stadt gegen Landstraße
OEM ist 15/41 in 428er-Teilung mit 118 Gliedern, also 2,73. Für ein 125er-Zweitaktmotorrad ist das lang übersetzt und auf Reisetempo ausgelegt. Wer die GP überwiegend in der Stadt bewegt, gewinnt mit einem Zahn weniger vorn spürbar an Durchzug.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 14/41 | 2,93 | Kürzer — deutlich mehr Antritt im Stadtverkehr, oben rund sieben Prozent weniger Endgeschwindigkeit |
| 15/41 (OEM) | 2,73 | Standard — Suzukis Auslegung auf Landstraßentempo |
| 16/41 | 2,56 | Länger — nur sinnvoll bei überwiegend flachen Strecken, sonst fehlt dem Zweitakter der Zug |
Häufige Fragen zur GP 125
Welcher Kettensatz gehört auf die Suzuki GP 125?
Eine 428er-Kette mit 118 Gliedern, 15 Zähne vorn und 41 hinten. AFAM und die Ersatzteil-Passliste dieser Seite nennen diese Bestückung übereinstimmend für die gesamte Bauzeit 1980 bis 1989.
Warum schlägt der Konfigurator 17 Zähne vorn und 52 hinten vor?
Das ist ein Vorgabewert, der nicht zu diesem Motorrad gehört — 52 Zähne hinten wären an einer GP 125 eine Geländeübersetzung. Maßgeblich ist die Ersatzteil-Passliste derselben Seite, die 'GP125 All 80-89' im 15- und im 41-Zähne-Block führt.
Ist die GP 125 dasselbe wie die GP 100?
Nein. Beide teilen sich das 15er-Ritzel, die GP 100 ist aber ein eigenes Modell mit eigener Bestückung. Beim Teilekauf zählt der Hubraum im Fahrzeugschein, nicht die Modellfamilie.
Was ist beim Kettenwechsel an einem Zweitakter zu beachten?
Kette, Ritzel und Kettenrad immer im Satz tauschen und die Kettenlinie von Ölrückständen reinigen. Bei über dreißig Jahre alten Maschinen zusätzlich das Spiel im Hinterradlager prüfen — ausgeschlagene Lager fressen jeden neuen Satz.