Suzuki RGV 250 VJ21A 1989 - 1990
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 114 Glieder |
| Ritzel vorn | 15 Zähne |
| Kettenrad hinten | 46 Zähne |
| Übersetzung | 3,07 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die RGV 250 auszeichnet
- Motor: 249 ccm flüssigkeitsgekühlter 70°-V-Twin Zweitakt mit Membran-Einlass und zwei Mikuni-TM28SS-Vergasern — 62 PS bei 11000 U/min (Export-Version, JDM gedrosselt auf 45 PS). Ein ausgeprägtes Power-Band ab 8500 U/min macht die RGV zum Drehzahl-Werkzeug — unten zahm, oben explosiv.
- GP-Gen: Direkter Ableger der Suzuki RGV-Gamma-GP-Werksmaschine, mit der Kevin Schwantz die 500er-GP-Klasse 1993 zum Titel führte. Die V-Twin-Architektur war Suzukis Antwort auf Hondas RC-Banana-GP-Bikes und brachte den Reine-Renn-Charakter auf die Straße.
- Rahmen: Stahl-/Alu-Mix-Brückenrahmen mit Motor als mittragendem Element — eine der ersten Serien-Suzukis mit dieser Mischbauweise. 128 kg trocken machen die RGV extrem agil und handlich, vor allem auf der Rennstrecke.
- Fahrwerk: Konventionelle Telegabel 41 mm vorn mit Vorspannungs- und Dämpfungs-Verstellung, hinten Mono-Federbein mit Full-Floater-Umlenkungs-System — Suzukis Standardlösung der Ära. Voll einstellbar in Druck, Zug und Vorspannung.
- Bremsen: Tokico-Vierkolben-Schwimmsattel an 290-mm-Doppelscheibe vorn, Einkolben 220 mm hinten — angemessen für die geringe Masse und Top-Spec der späten 80er. Mit modernen Pads und Stahlflex auch heute renntauglich.
- Klassiker-Wert: Die VJ21A (1989-1990) ist die zweite Generation der RGV 250 und gilt als eine der ausgereiftesten 250er-2T-Race-Replicas. Originalzustand mit korrekten Lackierungen (Pepsi-Design, Gama-Design) erzielt heute Sammler-Preise. Nachfolger VJ22A (1991-1995) brachte Alu-Brückenrahmen.
Übersetzung anpassen — Zweitakt-Klassiker & Renn-Replica
OEM ist 15/46 (Übersetzung 3,07). Für noch direkteren Track-Antritt aus dem 2T-Power-Band passt 14/46 (3,29) — die RGV kommt unten herum noch aggressiver auf die Räder. Wer überwiegend Landstraße fährt, kann mit 16/44 (2,75) etwas Drehzahl-Ruhe holen, verliert dann aber den charakteristischen Punch beim Beschleunigen.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 14/46 | 3,29 | Kürzer — mehr Punch aus engen Kurven, weniger Topspeed. |
| 15/46 (OEM) | 3,07 | Standard — werkseitiger Kompromiss zwischen Anzug und Geschwindigkeit. |
| 16/44 | 2,75 | Länger — mehr Drehzahl-Ruhe auf Autobahn, weniger Anzug. |
Häufige Fragen zur RGV 250
Welche Kette hat die RGV 250 ab Werk?
520er-Teilung mit 114 Gliedern, X-Ring — Suzuki-Standard für 250er-Sportbikes der Ära. Bei 62 PS und Track-Nutzung 15-20 Tkm Standzeit erreichbar, bei sportlicher Straßennutzung 25-30 Tkm.
Unterschied VJ21A und VJ22A?
VJ21A ist die zweite Generation (1989-1990) mit Stahl-/Alu-Mix-Brückenrahmen. Die VJ22A (1991-1995) bekam einen Vollalu-Brücken-rahmen, USD-Gabel und schärfere Auslegung. Beide haben 520er-Kettensatz, aber unterschiedliche Übersetzungen. Kettensätze nicht direkt austauschbar.
Wartungsintervalle für die Kette?
Bei 2T-Sport-Nutzung alle 500 km Spannung und Schmierung prüfen, alle 1000 km nachfetten. X-Ring-Spec entspannt die Wartung deutlich. Renn-Strecken-Einsatz erhöht den Verschleiß stark, spätestens alle 30 Renn-Stunden komplett-Tausch empfohlen.