Suzuki GSF 600 Bandit /-S 1995 - 1999
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 530 |
|---|---|
| Kettenlänge | 110 Glieder |
| Ritzel vorn | 15 Zähne |
| Kettenrad hinten | 47 Zähne |
| Übersetzung | 3,13 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die Bandit 600 auszeichnet
- Der Ölkühler-Vierzylinder aus der GSX-R-Familie: Suzukis SACS-Prinzip kühlt den Motor mit Fahrtwind und gezielt eingespritztem Öl statt mit einem Wasserkreislauf. Der Motor stammt aus der GSX-R-Verwandtschaft, ist für die Bandit aber auf Drehmoment statt Spitzenleistung ausgelegt.
- 78 PS bei 10.500 Touren: Die Nennleistung liegt hoch, das nutzbare Drehmoment aber breit. Wer die Bandit im mittleren Drehzahlbereich fährt, belastet die Kette gleichmäßig — Vollgasorgien im obersten Drittel sind der schnellste Weg zu einer gelängten Kette.
- 530er-Teilung an einem 600er: Für 599 ccm ist die 530er üppig dimensioniert. Suzuki hat der Bandit damit einen Antriebsstrang gegeben, der auch Sozius- und Gepäckbetrieb ohne Murren wegsteckt — ein Grund für die hohen Laufleistungen dieser Baureihe.
- Mk1 und Mk2 unterscheiden sich in der Kettenlänge: Ab dem Modelljahr 2000 bekam die Bandit einen überarbeiteten Rahmen und ein längeres Federbein. Die Zähnezahl blieb bei 15/47, die Kette wuchs aber von 110 auf 112 Glieder.
- Nissin vorn, ab 2000 Tokico: Die Mk1 bremst mit Nissin-Zweikolbensätteln auf 290-mm-Scheiben. Mit dem Modellwechsel 2000 kamen größere Tokico-Sättel — ein sicheres Erkennungsmerkmal, wenn Papiere und Baujahr nicht zusammenpassen.
Übersetzung anpassen — Landstraße und Alltag
OEM ist 15/47 in 530er-Teilung mit 110 Gliedern, also eine Sekundärübersetzung von 3,13. Suzuki hat die Bandit damit kurz genug übersetzt, dass sie ohne Schaltarbeit aus dem Drehzahlkeller zieht. Wer viel Autobahn fährt, kann einen Zahn vorn zulegen und senkt die Reisedrehzahl spürbar.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 15/48 | 3,20 | Kürzer — mehr Antritt im Stadtverkehr und mit Sozius, dafür höhere Drehzahl auf der Landstraße. |
| 15/47 (OEM) | 3,13 | Standard — Suzukis Werksauslegung, ausgewogen zwischen Antritt und Reisetempo. |
| 16/47 | 2,94 | Länger — rund sechs Prozent weniger Drehzahl bei gleichem Tempo. Am Berg und beladen fehlt dafür Zug. |
Häufige Fragen zur Bandit 600
Passt der Kettensatz der Bandit ab 2000 auf die Mk1?
Die Zähnezahlen ja, die Kette nicht. Beide Generationen fahren 15/47 in 530er-Teilung, die Mk1 aber mit 110 Gliedern und die Mk2 ab 2000 mit 112. Zwei Glieder sind rund drei Zentimeter — mehr, als der Kettenspanner ausgleicht.
Ist die Bandit 600 wassergekühlt?
Nein. Der Vierzylinder ist luft- und ölgekühlt: Ein Ölstrahl kühlt die Kolbenböden von innen, ein Ölkühler übernimmt die Spitzenlast. Deshalb hat die Bandit keinen Kühler im klassischen Sinn und reagiert im Stau empfindlicher auf niedrigen Ölstand.
Wie erkenne ich, ob ich eine Mk1 oder eine Mk2 habe?
Am Rahmen und an den Bremssätteln. Die Mk1 von 1995 bis 1999 hat abgewinkelte Rahmenrohre und Nissin-Sättel, die Mk2 ab 2000 gerade Rohre, größere Tokico-Sättel und ein elektronisches Cockpit. Bei den verkleideten S-Modellen ist der Scheinwerfer das schnellste Merkmal: einfach eckig bei der Mk1, doppelt bei der Mk2.