Suzuki 800 DR 800S Big 1994 - 1999
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 116 Glieder |
| Ritzel vorn | 15 Zähne |
| Kettenrad hinten | 47 Zähne |
| Übersetzung | 3,13 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die DR 800 S Big auszeichnet
- Der größte Serien-Einzylinder seiner Zeit: 779 ccm aus einem Zylinder, 105 Millimeter Bohrung: die DR 800 S war jahrzehntelang das hubraumstärkste Einzylinder-Serienmotorrad überhaupt. Der Kolbendurchmesser übertrifft den mancher Liter-Vierzylinder.
- 47 Zähne — der Wert ab 1991: Die frühe SR42B fährt 15/48. Mit der SR43B stellte Suzuki 1991 auf 15/47 um. Ein Zahn klingt nach wenig, wird beim Kauf aber regelmäßig verwechselt — bei diesem Datensatz von 1994 bis 1999 gilt eindeutig die 47.
- SACS statt Wasserkühlung: Suzuki kühlt den großen Einzylinder über Luft und einen zusätzlichen Ölkreislauf, der gezielt gegen den Kolbenboden spritzt. Das spart Gewicht und Bauraum, verlangt aber saubere Ölwechselintervalle — ein vernachlässigter Ölwechsel trifft hier direkt die Kühlung.
- 116 Glieder bei 520er-Teilung: Die lange Schwinge der Reise-Enduro braucht entsprechend Kette. Vier unabhängige Kettensätze für die SR43B nennen übereinstimmend 116 Glieder; der Vorschlagswert von 112 auf der Produktseite ist zu kurz.
- Lastwechsel sind der Kettenkiller: Ein großvolumiger Einzylinder schickt bei jeder Zündung einen kräftigen Impuls durch den Antriebsstrang. Kette und Kettenräder verschleißen an der DR 800 deshalb schneller als an einem Twin gleicher Leistung — Durchhang alle 1.000 Kilometer prüfen.
Übersetzung anpassen — Reise und Schotter
OEM ist 15/47 bei 520er-Teilung und 116 Gliedern, also eine Sekundärübersetzung von 3,13. Suzuki hat die späte Big damit etwas länger ausgelegt als die frühe SR42B mit 15/48. Für Reise und Schotter ist das eine gute Mitte.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 15/49 | 3,27 | Kürzer — mehr Antritt im Gelände und mit Gepäck am Berg. Der Einzylinder dreht auf der Landstraße dafür höher. |
| 15/47 (OEM) | 3,13 | Standard — die Auslegung der SR43B ab Baujahr 1991. |
| 16/47 | 2,94 | Länger — ruhiger bei Reisetempo. Im Gelände fehlt aus dem Drehzahlkeller heraus spürbar Zug. |
Häufige Fragen zur DR 800 S Big
Welche Kettenteilung fährt die Suzuki DR 800 S Big?
520. Werkslänge sind 116 Glieder bei 15 Zähnen vorn und 47 hinten. Das ist die Bestückung der SR43B, also aller Baujahre ab 1991.
Was unterscheidet diesen Kettensatz von dem der frühen Big?
Ein Zahn am Kettenrad. Bis Baujahr 1990 fuhr die SR42B 15/48, ab 1991 stellte Suzuki auf 15/47 um. Teilung und Länge blieben gleich, die Übersetzung wird geringfügig länger.
Warum verschleißt die Kette so schnell?
Der große Einzylinder erzeugt bei jeder Zündung eine kräftige Drehmomentspitze. Dieser Impuls trifft die Kette härter als der gleichmäßigere Lauf eines Zweizylinders. Regelmäßiges Schmieren und rund 40 Millimeter Durchhang sind entscheidend.
Lohnt eine X-Ring-Kette?
Ja. Bei einem Motorrad, das häufig auf Schotter und im Regen bewegt wird, hält eine gedichtete Kette deutlich länger als eine offene. Der geringe Mehrverbrauch durch die Dichtringe fällt bei 54 PS nicht ins Gewicht.