Yamaha XV 1000 TR1 1981
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 630 |
|---|---|
| Kettenlänge | 90 Glieder |
| Ritzel vorn | 16 Zähne |
| Kettenrad hinten | 35 Zähne |
| Übersetzung | 2,19 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die TR1 auszeichnet
- Gekapselter Kettenantrieb ab Werk: Die TR1 ist eines der wenigen Motorräder mit vollständig gekapselter Kette. Ritzel- und Kettenradabdeckung bestehen aus Aluminium, dazwischen sitzen Gummiteile — die Kette läuft geschützt vor Schmutz und Nässe in Lithiumfett. Yamaha wollte damit die Wartungsfreiheit eines Kardans ohne dessen Gewicht.
- 630er-Teilung, heute eine Rarität: Die 630 ist die schwerste im Motorradbau übliche Teilung und heute nur noch von wenigen Herstellern lieferbar. Wer einen Kettensatz für die TR1 sucht, sollte das einplanen — eine 530er ist mechanisch kein Ersatz, weil Ritzel und Kettenrad andere Rollenabstände haben.
- Nur 90 Glieder: Trotz 1.540 mm Radstand kommt die TR1 mit 90 Gliedern aus. Das liegt an der Bauart der 630er-Kette: bei 19,05 mm Teilung braucht dieselbe Strecke deutlich weniger Glieder als eine 520er. Kettensätze anderer Teilung sind deshalb auch längenmäßig kein Ersatz.
- Der Motor trägt mit: Der V2 ist nicht in einen Doppelschleifenrahmen eingehängt, sondern selbst tragendes Bauteil eines Kastenprofil-Rückgrats aus Stahlblech. Das gibt der TR1 ihre schlanke Taille — und macht Arbeiten am Motor aufwendiger als an einem konventionellen Rahmen.
- Doppelscheibe vorn, Trommel hinten: Anders als die XV 750 bekam die TR1 vorn eine Doppelscheibenanlage. Hinten blieb es bei einer Trommel — was den Ausbau des Hinterrads und damit den Kettenradwechsel vergleichsweise einfach hält.
Übersetzung anpassen — Landstraße und Reise
OEM ist 16/35 bei 630er-Teilung und 90 Gliedern, das ergibt eine Sekundärübersetzung von 2,19 — extrem lang, wie es zu einem drehmomentstarken V2 mit 81 Nm passt. Eine Änderung der Übersetzung ist an diesem Motorrad unüblich und praktisch auch kaum machbar: für die 630er-Teilung wird jeweils nur die Werksgröße gefertigt, ein 16er-Ritzel und ein 35er-Kettenrad. Wer den originalen Kettenkasten weiterfährt, ist ohnehin auf die Werksgeometrie festgelegt.
Häufige Fragen zur TR1
Kann ich die TR1 auf eine 530er-Kette umbauen?
Technisch geht das mit passenden Sonderteilen, ab Werk ist es aber nicht vorgesehen. Die 630er-Teilung hat einen Rollenabstand von 19,05 mm, die 530er nur 15,875 mm — Ritzel und Kettenrad müssen beide getauscht werden, und die Kettenlänge ändert sich entsprechend. Solange 630er-Ketten lieferbar sind, ist die Werksteilung die unkompliziertere Wahl.
Was ist beim Kettenkasten zu beachten?
Der originale Kasten läuft mit Lithiumfett und muss beim Kettenwechsel gereinigt und neu befüllt werden. Viele TR1 sind inzwischen auf offenen Antrieb umgebaut — dann gehört eine O- oder X-Ring-Kette ans Motorrad, weil der Schutz durch den Kasten wegfällt.
Warum nur 90 Glieder bei 1.540 mm Radstand?
Weil die 630er-Teilung mit 19,05 mm pro Glied deutlich grober ist als eine 520er mit 15,875 mm. Dieselbe Strecke braucht dadurch rund ein Fünftel weniger Glieder. Beim Bestellen also nicht mit der Gliederzahl anderer Motorräder vergleichen.
Wie lange hält die Kette an der TR1?
Im geschlossenen Kettenkasten und bei regelmäßig erneuertem Fett sehr lange — der Antrieb war genau dafür gebaut. Ohne Kasten gelten die üblichen Werte eines drehmomentstarken Zweizylinders: Durchhang alle 1.000 Kilometer kontrollieren und die Kette sauber halten.