Yamaha XS 400 DOHC 12E 1982 - 1984
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 530 |
|---|---|
| Kettenlänge | 102 Glieder |
| Ritzel vorn | 16 Zähne |
| Kettenrad hinten | 38 Zähne |
| Übersetzung | 2,38 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die XS 400 auszeichnet
- Zwei Nockenwellen in der Mittelklasse: Die DOHC-Version löste 1982 die ältere SOHC-XS-400 ab. Zwei obenliegende Nockenwellen und eine kontaktlose Transistorzündung waren in dieser Hubraumklasse damals alles andere als selbstverständlich.
- Cantilever statt zwei Federbeine: Yamaha hat der 12E den Cantilever-Hinterbau mit einem einzelnen, liegenden Federbein gegeben — Technik aus dem Geländesport. Für die Kette bedeutet der längere Federweg mehr Längenänderung beim Einfedern als bei einem klassischen Zweibein-Heck.
- 530er-Kette bei 400 ccm: Für knapp 400 ccm ist die 530er-Teilung großzügig dimensioniert. Das war in den frühen Achtzigern üblich und kommt der Maschine heute zugute: die Ketten halten bei anständiger Pflege sehr lange.
- Sechs Gänge, 45 PS: Das Sechsganggetriebe und die für den Hubraum ordentliche Leistung machten die XS 400 DOHC zu einem vollwertigen Motorrad statt zu einer Einsteigermaschine. Die Übersetzung von 2,38 ist entsprechend lang gehalten.
- Ruckdämpfer vor dem Kettenwechsel prüfen: Bei einer über vierzig Jahre alten Maschine ist der Gummi-Ruckdämpfer im Hinterrad oft mürbe. Ist er ausgeschlagen, schlägt jeder Lastwechsel direkt auf die Kette durch — dann hilft auch der beste neue Kettensatz nicht lange.
Übersetzung anpassen — Klassiker im Alltag
OEM ist 16/38 bei 530er-Teilung und 102 Gliedern, also eine Sekundärübersetzung von 2,38. Das ist für einen 400er eine lange Auslegung und passt zum Sechsganggetriebe. An einem Klassiker dieses Alters ist die Werksauslegung fast immer die richtige Wahl — Abweichungen lohnen nur bei klar verändertem Einsatzprofil.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 16/40 | 2,50 | Kürzer — mehr Antritt aus dem Drehzahlkeller, angenehm im Stadtverkehr. Braucht eine längere Kette. |
| 16/38 (OEM) | 2,38 | Standard — Yamahas Werksauslegung, passend zum Sechsganggetriebe. |
| 16/35 | 2,19 | Länger — im Kettenrad-Programm für diesen Typ ausdrücklich vorgesehen. Deutlich niedrigere Drehzahl bei Reisetempo, dafür merklich weniger Durchzug. |
Häufige Fragen zur XS 400
Welche Kettenteilung fährt die Yamaha XS 400 DOHC 12E?
530. Werkslänge sind 102 Glieder bei 16 Zähnen vorn und 38 hinten. Mehrere unabhängige Kettensätze führen den Typcode 12E mit genau dieser Bestückung.
Passt der Kettensatz der älteren XS 400 mit einer Nockenwelle?
Nicht ungeprüft. Die SOHC-Vorgängerin ist ein anderes Motorrad mit eigenem Hinterbau. Der Typcode 12E steht ausdrücklich für die DOHC-Version von 1982 bis 1984 — danach auswählen.
Warum eine 530er-Kette an einem 400er?
Weil das in den frühen Achtzigern die übliche Auslegung war. Für 45 PS ist die Teilung mehr als ausreichend dimensioniert, was der Standzeit zugutekommt. Ein Umbau auf eine schmalere Teilung bringt an einem Klassiker keinen sinnvollen Vorteil.
Was ist beim Kettenwechsel an der XS 400 zu beachten?
Kette, Ritzel und Kettenrad immer im Satz tauschen. Und weil der Cantilever-Hinterbau viel Federweg hat, den Durchhang bei entlastetem Hinterrad prüfen, nicht auf dem Hauptständer — sonst wird die Kette zu straff eingestellt.