Yamaha WR 450 F EFI 2021
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 114 Glieder |
| Ritzel vorn | 13 Zähne |
| Kettenrad hinten | 50 Zähne |
| Übersetzung | 3,85 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die WR 450 F auszeichnet
- Einspritzung seit 2012: Mit dem Modelljahr 2012 löste die Einspritzung den Keihin-FCR-Vergaser ab, zunächst noch am Fünfventilmotor. Seither gibt es keine Vergaser-WR450F mehr.
- Kein Bedüsen, keine Gemischschraube: Yamaha nennt als Gewinn ein optimales Gemisch unabhängig von Außentemperatur und Höhe, Starten ohne Choke und besseres Ansprechverhalten. Tests der Einführungsgeneration bestätigen, dass Höhe, Temperatur und Luftfeuchte kaum noch Einfluss haben.
- Drosselklappe im Wandel: Keihin mit 42 mm in den Baujahren 2012 bis 2015, ab 2016 Keihin mit 44 mm, seit 2019 Mikuni mit 44 mm. Wer Ersatzteile sucht, sollte die Baujahre auseinanderhalten.
- Power Tuner App seit 2019 — aber nicht ab Werk nutzbar: Einspritzmenge und Zündzeitpunkt lassen sich kabellos vom Smartphone übertragen. Dafür braucht es allerdings eine Communication Control Unit, die Yamaha ausdrücklich dem Race-Kit zuordnet oder als Zubehör verkauft — serienmäßig an Bord ist sie nicht.
- Scharfe Auslegung, alltagstauglich gemacht: 13,0:1 Verdichtung und ein auf 14,5 Grad verkleinerter Ventilwinkel wären mit einem Vergaser kaum beherrschbar. Erst die Einspritzung macht diese Abstimmung fahrbar.
- Kein Kickstarter als Rückfallebene: Die WR 450 F startet ausschließlich elektrisch. Dass Yamaha darauf verzichten konnte, liegt an der Startsicherheit der Einspritzung.
Übersetzung anpassen — Enduro
OEM ist 13/50 bei 520er-Teilung und 114 Gliedern. Diese Bestückung ist älter, als viele annehmen: Sie gilt seit dem Modelljahr 2016 und wurde auch beim Update 2024 nicht angetastet — nur die Baujahre bis 2015 fuhren 14/47. Für enges Gelände ist die Serienauslegung ein guter Ausgangspunkt; wer viel auf offenen Pisten unterwegs ist, verlängert leicht.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 13/52 | 4,00 | Kürzer — rund vier Prozent für Extrem- und Bergenduro, ohne dass das Ritzel getauscht werden muss. |
| 13/50 (OEM) | 3,85 | Standard — Yamahas Enduro-Auslegung, unverändert seit 2016. |
| 13/48 | 3,69 | Länger — rund vier Prozent für offene Pisten und Transportetappen. Die milde Variante, für die die 114 Glieder in der Regel reichen. |
Häufige Fragen zur WR 450 F
Muss ich bei einem Höhenwechsel etwas umstellen?
Nein. Die Einspritzung gleicht Luftdruck und Temperatur selbstständig aus. Genau das war der Hauptgewinn gegenüber dem Keihin-FCR-Vergaser der Modelle bis 2011 — Hauptdüse und Gemischschraube gibt es nicht mehr.
Kann ich die Abstimmung selbst ändern?
Grundsätzlich ja: Seit dem Modelljahr 2019 gibt es Yamahas Power-Tuner-App, mit der sich Einspritzmenge und Zündzeitpunkt kabellos übertragen lassen. Die dafür nötige Communication Control Unit gehört aber nicht zur Serienausstattung — Yamaha führt sie im Race-Kit beziehungsweise als separates Zubehörteil. Schon der Vorgänger, das kabelgebundene Handgerät, lief nur mit einer Wettbewerbs-Steuerung.
Heißt EFI im Namen, dass es auch eine Vergaserversion gibt?
Nein. Seit 2012 ist jede WR 450 F eingespritzt, und Yamaha selbst hat das Modell nie mit dem Zusatz EFI geführt — im Werkscode steht an dieser Stelle der Modelljahr-Buchstabe. Der Zusatz stammt aus dem Handel und beschreibt bei einem Modell ab 2021 dieselbe Maschine wie ein Eintrag ohne EFI. Kettensatz und Übersetzung sind identisch.