Yamaha YZF 750 R 4HN 4HD 1993 - 1998
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 530 |
|---|---|
| Kettenlänge | 106 Glieder |
| Ritzel vorn | 16 Zähne |
| Kettenrad hinten | 43 Zähne |
| Übersetzung | 2,69 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die YZF 750 R auszeichnet
- Fünf Ventile je Zylinder: Der 749-cm³-Vierzylinder arbeitet nach dem Yamaha-Genesis-Prinzip mit fünf Ventilen je Brennraum, insgesamt also 20 Ventilen. Drei Einlass- und zwei Auslassventile ergeben einen größeren Einlassquerschnitt als ein klassischer Vierventiler. Das erklärt die 120 PS bei 12.000/min aus einem Hubraum, der heute eher in der Mittelklasse angesiedelt ist.
- EXUP hält die Mitte lebendig: Die EXUP-Auslasssteuerung variiert den Querschnitt im Krümmer drehzahlabhängig. Sie ist der Grund, warum die YZF trotz kurzer Steuerzeiten nicht in ein Drehzahlloch fällt: Das Drehmomentmaximum von 80,4 Nm liegt bei 9.500/min, nutzbarer Schub aber deutlich früher.
- Deltabox statt Stahlrohr: Der Aluminium-Deltabox-Rahmen war 1993 in der 750er-Klasse kein Selbstläufer. Er hält das Trockengewicht bei 196 kg und liefert die Steifigkeit, mit der die YZF 750 für die Rennstrecke homologiert wurde — die einsitzige SP war die Basis für die Superbike-WM.
- 530er-Teilung ab Werk: Bei 749 cm³ und 120 PS ist die 530er-Kette die passende Antwort. Die Werksbestückung 16/43 auf 106 Gliedern ist über die gesamte Bauzeit 1993 bis 1998 identisch, egal ob 4HN oder 4HD.
- Youngtimer mit Verschleißfrage: Bei einem Motorrad dieses Alters entscheidet der Zustand des Kettentriebs mehr als bei einem Neufahrzeug. Ein eingelaufenes Kettenrad zieht eine frische Kette innerhalb weniger tausend Kilometer mit — Ritzel, Kettenrad und Kette gehören immer gemeinsam gewechselt.
Übersetzung anpassen — Landstraße und Trackday
OEM ist 16/43 — eine Auslegung, die 1993 auf Homologation und Autobahntauglichkeit zugleich zielte. Wer die YZF überwiegend auf kurvigen Landstraßen oder bei Trackdays bewegt, gewinnt mit zwei Zähnen mehr hinten sichtbar Antritt aus engen Kurven.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 16/45 | 2,81 | Kürzer — deutlich direkteres Ansprechen aus Kehren und Kurvenausgängen, höhere Drehzahl bei Reisetempo. |
| 16/43 (OEM) | 2,69 | Standard — Werksauslegung, ausgewogen zwischen Durchzug und Endgeschwindigkeit. |
| 17/43 | 2,53 | Länger — ruhigere Drehzahl auf der Autobahn, dafür weniger Antritt im unteren Bereich. |
Häufige Fragen zur YZF 750 R
Welche Kettenteilung fährt die YZF 750 R ab Werk
Eine 530er-Kette mit 106 Gliedern und der Bestückung 16/43. Diese Teilung gilt für die gesamte Bauzeit 1993 bis 1998 und für beide Typenbezeichnungen 4HN und 4HD.
Ist die YZF 750 R ein Vier- oder Fünfventiler
Ein Fünfventiler. Der Motor hat drei Einlass- und zwei Auslassventile je Zylinder, insgesamt 20 Ventile. Das ist typisch für die Yamaha-Genesis-Motorenfamilie dieser Jahre.
Lohnt sich ein 520er-Umbau auf der YZF 750
Technisch möglich und im Handel erhältlich, aber bei 120 PS und einem Fahrzeug, das häufig auch auf der Autobahn bewegt wird, ist die 530er-Werksteilung die haltbarere Wahl. Der Gewinn an rotierender Masse ist gering, der Verschleißvorteil der breiteren Kette dagegen messbar.