BMW F 650 GS Dakar 2003 - 2007
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 525 |
|---|---|
| Kettenlänge | 112 Glieder |
| Ritzel vorn | 16 Zähne |
| Kettenrad hinten | 47 Zähne |
| Übersetzung | 2,94 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die F 650 GS Dakar auszeichnet
- Motor: 652 ccm flüssigkeitsgekühlter Einzylinder 4T mit DOHC und 4 Ventilen, Rotax-Motor aus österreichischer Produktion. 50 PS bei 6500 U/min und 60 Nm bei 5000 U/min — Drehmoment-stark im unteren und mittleren Bereich, klassische Offroad-Auslegung. BMW-spezifisches Mapping mit DTC und LET-Drehmoment-orientiert.
- Dakar-spezifische Auslegung: Gegenüber der Standard-F650GS: 21-Zoll-Vorderrad (statt 19-Zoll) — bessere Offroad-Tauglichkeit und Hindernis-Überrolleigenschaften. Längerer Federweg vorn (210 mm statt 170 mm). Größerer Tank (17,3 L statt 17,3 L mit anderer Form), höherer und breiterer Lenker. Höhere Sitzhöhe (875 mm). Klar mehr Offroad-Bias als die Standard-F650GS.
- Brückenrahmen: Stahl-Brückenrahmen mit Motor als mittragendes Element — bewährte BMW-Konstruktion aus dem Funduro-/F650-Programm. Robust, gut zu reparieren bei Sturzschäden im Reise-Einsatz, in BMW-Werkstätten und freien Spezialisten gut bekannt.
- Fahrwerk: Marzocchi-Telegabel 41 mm konventionell vorn mit 210 mm Federweg, WP-Mono-Federbein hinten mit Hebelumlenkung und Vorspannungs-Verstellung. Ausgewogene Auslegung zwischen Komfort auf der Straße und Robustheit im Schotter-Einsatz.
- Bremsen mit optionalem ABS: Brembo-Doppelkolben-Schwimmsattel an 300-mm-Scheibe vorn, Brembo-Einkolben 240 mm hinten. ABS war bei der F650GS Dakar ab 2003 optional verfügbar — beim Gebrauchtkauf klar empfohlen. Im Offroad-Einsatz mancher Fahrer deaktiviert das ABS (nicht vom Werk vorgesehen, Aftermarket-Lösungen).
- Reise-Tauglichkeit: Reichweite mit 17,3-L-Tank rund 350-400 km bei moderater Fahrweise. Soziustauglich mit gutem Komfort über lange Etappen. Servicekosten und Wartung bei BMW vergleichsweise günstig. Direkter Konkurrent damals zur Suzuki DR650 und Honda Transalp, mit klarem Offroad-Vorsprung in der Dakar-Variante.
Übersetzung anpassen — Reise-Enduro & Offroad
OEM ist 16/47 (Übersetzung 2,94). Für deutlich mehr Anzug im Schotter, steile Bergpässe und Offroad-Hindernisse passt 15/47 (3,13) — der Single geht aus 1./2.-Gang-Kurven kraft-voller, gerade auf langen Tour-Etappen mit Gepäck spürbar. Wer überwiegend Autobahn und lange Reise-Strecken fährt, kann mit 16/45 (2,81) Drehzahl-Ruhe holen — die F650GS verträgt die längere Übersetzung wegen ihres hohen Drehmoments gut.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 15/47 | 3,13 | Kürzer — mehr Punch aus engen Kurven, weniger Topspeed. |
| 16/47 (OEM) | 2,94 | Standard — werkseitiger Kompromiss zwischen Anzug und Geschwindigkeit. |
| 16/45 | 2,81 | Länger — mehr Drehzahl-Ruhe auf Autobahn, weniger Anzug. |
Häufige Fragen zur F 650 GS Dakar
Welche Kette hat die F 650 GS Dakar ab Werk?
525er-Teilung mit 112 Gliedern, X-Ring — BMW-Standard für die F650-Plattform. Bei 50 PS und Reise-Enduro-Nutzung Standzeit 30-40 Tkm gut erreichbar, mit Z-Ring-Spec sogar mehr. Im reinen Offroad-Einsatz mit Schlamm- und Sand-Kontakt entsprechend kürzer.
Unterschied F 650 GS und F 650 GS Dakar?
Beide nutzen denselben 652-ccm-Rotax-Motor und denselben Rahmen. Die Dakar-Variante hat 21-Zoll-Vorderrad (statt 19-Zoll), längeren Federweg vorn (210 statt 170 mm), höheren Lenker, höhere Sitzhöhe (875 statt 780 mm) und Offroad-betontere Reifen ab Werk. Kettensatz-Spec (525er, 16/47, 112 Glieder) ist identisch — Teile sind tauschbar zwischen beiden Varianten.
Lohnt Wechsel auf 15T Ritzel für Offroad?
Für viel Offroad-Einsatz mit Gepäck oder Sozius klar ja — 15/47 (3,13) bringt deutlich mehr Anzug in steilen Bergpässen und auf weichem Untergrund. Die F650GS Dakar ist von der Auslegung her darauf vorbereitet, der Single hat ausreichend Drehmoment-Reserve. Sehr verbreitete Modifikation in der Reise-Enduro-Szene.