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Ducati Diavel 1260 / S ABS 2018

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Ducati Diavel 1260 / S ABS (ab 2018): 1.262-ccm-V2 mit 90 Grad Zylinderwinkel, desmodromische Ventilsteuerung mit variablen Steuerzeiten (Testastretta DVT), flüssigkeitsgekühlt, 116 kW (159 PS) bei 9.500/min und 129 Nm bei 7.500/min. Ein Stahl-Gitterrohrrahmen ist direkt am Motor verschraubt, hinten arbeitet eine Aluguss-Einarmschwinge.

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525er-Teilung · 15/43 · 112 Glieder · konfigurierbar
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Antriebsstrang-Daten (OEM)

Kettenteilung525
Kettenlänge112 Glieder
Ritzel vorn15 Zähne
Kettenrad hinten43 Zähne
Übersetzung2,87 (rear ÷ front)
AntriebsartKette

Was die Diavel 1260 auszeichnet

  • Variable Ventilsteuerung: DVT steht für Desmodromic Variable Timing: Ducati verstellt die Steuerzeiten von Ein- und Auslassnockenwelle unabhängig voneinander. Das ist der Grund, warum ein 1.262er mit 159 PS Spitzenleistung schon knapp über Standgas fahrbar bleibt.
  • 129 Nm bei 7.500/min: Ducati gibt an, dass über 100 Nm bereits ab rund 3.000/min anliegen. Für die Übersetzungsfrage ist das entscheidend: Die Diavel braucht keine kurze Auslegung, um anzuschieben.
  • 240er-Hinterreifen: Der 240/45-17 ist das prägende Merkmal — und der Grund für die Einarmschwinge. Er bestimmt Optik, Handling und die Auswahl an Reifen, die überhaupt in Frage kommen.
  • Gitterrohrrahmen am Motor: Der Motor ist tragendes Element, der Trellis-Rahmen greift nur vorn an den Zylinderköpfen an. Kurz, steif und leicht — aber jede Arbeit am Motorgehäuse wird dadurch aufwendiger.
  • Kurven-ABS von Bosch: Das Sechs-Achsen-Sensorpaket regelt Bremsdruck und Traktion schräglagenabhängig. Bei 244 kg und einem 240er-Hinterreifen ist das kein Luxus, sondern der Punkt, an dem sich die Diavel von den Cruisern ihrer Klasse absetzt.
  • S-Modell mit anderem Fahrwerk: Die S-Variante bringt Öhlins-Federelemente, Brembo-M50-Sättel und Schaltautomat. Kettensatzseitig sind beide identisch: 525er-Teilung, 15/43, 112 Glieder.

Übersetzung anpassen — Drehmoment gegen Drehzahl

OEM ist 15/43 bei 525er-Teilung und 112 Gliedern, also 2,87. Für 129 Nm ist das eine erstaunlich kurze Auslegung — Ducati hat sie bewusst so gewählt, damit die Diavel den Antritt liefert, den ihr Auftritt verspricht. Wer überwiegend Autobahn fährt, hat hier den grössten Hebel: Ein Zahn mehr vorn senkt die Drehzahl merklich, ohne dass dem Motor unten etwas fehlen würde.

SetupÜbers.Charakter
15/453,00Kürzer — in Foren die häufigste Änderung an der 1260. Noch spontanerer Antritt, allerdings auf Kosten der ohnehin knappen Autobahnreserve.
15/43 (OEM)2,87Standard — auf Durchzug aus dem Drehzahlkeller ausgelegt. Für die meisten Fahrprofile die stimmigste Wahl.
16/432,69Länger — die sinnvollste Richtung für Vielfahrer. Rund sechs Prozent weniger Drehzahl bei gleichem Tempo; der DVT-Motor steckt das ohne Elastizitätsverlust weg.

Häufige Fragen zur Diavel 1260

Fahren Diavel 1260 und Diavel 1260 S denselben Kettensatz?
Ja. Die Unterschiede zwischen Basis und S liegen bei Federelementen, Bremssätteln und Schaltautomat. Teilung, Zähnezahlen und Kettenlänge sind identisch: 525, 15/43, 112 Glieder.

Warum 525 und nicht 530 bei 159 PS?
Weil moderne 525er-X-Ring-Ketten die Belastung problemlos aufnehmen und dabei weniger Masse an der rotierenden Peripherie mitschleppen. Der Wechsel von 530 auf 525 ist bei starken Strassenmaschinen seit den 2000er-Jahren Standard geworden — nicht eine Sparmassnahme, sondern eine Folge besserer Kettenwerkstoffe.

Was ändert ein Zahn mehr vorn konkret?
Von 15 auf 16 Zähne sind es rund sechs Prozent längere Übersetzung — grob 400/min weniger bei 160 km/h. Bei 129 Nm bleibt die Elastizität erhalten; im Stadtverkehr wird die Diavel dabei etwas weniger nervös am Gas.

Was ist beim Kettenwechsel an der Einarmschwinge zu beachten?
Die Kettenspannung wird über einen Exzenter an der Schwinge eingestellt, nicht über Spannschrauben. Dabei ändert sich der Radstand geringfügig mit — nach dem Einstellen sollte die Position auf beiden Markierungen kontrolliert und das Achsmoment nach Herstellervorgabe angezogen werden.

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