Ducati Panigale 959 / Corse 2014
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 106 Glieder |
| Ritzel vorn | 15 Zähne |
| Kettenrad hinten | 43 Zähne |
| Übersetzung | 2,87 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die Panigale 959 auszeichnet
- 520 ab Werk — kein Umbau: Die 959 verlässt das Werk mit 520er-Teilung. Das ist bei einem Motorrad dieser Leistungsklasse ungewöhnlich: die größeren Panigale-Modelle 1199 und 1299 fahren serienmäßig 525 und werden für den Rennstreckeneinsatz erst auf 520 umgebaut. Bei der 959 ist die leichte Kette bereits Serie.
- Der Motor trägt mit: Das Aluminium-Monocoque ist kein Rahmen im klassischen Sinn, sondern eine Airbox, die direkt am Zylinderkopf verschraubt ist. Der Motor übernimmt tragende Funktion — das spart Gewicht und erklärt die 176 kg trocken.
- Superquadro heißt extrem kurzhubig: Der V2 arbeitet mit deutlich größerer Bohrung als Hub. Das ermöglicht große Ventile und hohe Drehzahlen und ist der Grund, warum aus 955 ccm 157 PS werden. Die Übersetzung von 2,87 ist entsprechend lang gewählt.
- Desmodromik statt Ventilfedern: Ducati schließt die Ventile zwangsgesteuert über einen zweiten Nockenhebel statt über Federn. Das erlaubt steilere Nockenprofile, verlangt aber Ventilspielkontrolle nach Werksplan — eine Wartungsposition, die man beim Gebrauchtkauf prüfen sollte.
- 106 Glieder sind knapp bemessen: Mit nur 106 Gliedern und der Einarmschwinge ist der Verstellbereich der Kettenspannung überschaubar. Wer die Übersetzung ändert, muss die Kettenlänge mitrechnen — zwei Zähne hinten mehr können bereits zwei Glieder zusätzlich erfordern.
Übersetzung anpassen — Straße und Rennstrecke
OEM ist 15/43 bei 520er-Teilung und 106 Gliedern, also eine Sekundärübersetzung von 2,87. Ducati hat die 959 damit als Straßenmotorrad ausgelegt, nicht als reines Rennstreckengerät. Für Trackdays gehen viele Fahrer einen Zahn kürzer, um im dritten und vierten Gang mehr Antritt aus engen Kurven zu haben.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 15/44 | 2,93 | Kürzer — die übliche Trackday-Änderung. Mehr Antritt aus engen Kurven, dafür etwas weniger Endgeschwindigkeit. |
| 15/43 (OEM) | 2,87 | Standard — Ducatis Werksauslegung, auf den Straßenbetrieb abgestimmt. |
| 16/43 | 2,69 | Länger — niedrigere Drehzahl bei Autobahntempo. Auf kurvigen Strecken fehlt spürbar Durchzug. |
Häufige Fragen zur Panigale 959
Welche Kettenteilung fährt die Ducati Panigale 959?
520, und zwar ab Werk. sprocketcenter nennt für die 959 Panigale 2016 bis 2019 ausdrücklich 15 Zähne vorn, 43 hinten und 106 Glieder in 520er-Teilung. Ein 525er-Satz wäre bei diesem Modell der Umbau, nicht die Werksausführung.
Warum fahren 1199 und 1299 dann 525?
Die größeren Panigale-Modelle sind ab Werk mit der stärkeren 525er-Kette ausgestattet; ihre 520er-Sätze sind ausdrücklich als Conversion gekennzeichnet. Die 959 hat mit 107 Nm weniger Drehmoment und kommt deshalb serienmäßig mit der leichteren Teilung aus.
Passt der Kettensatz der 899 Panigale?
Nein, nicht ungeprüft. Die 899 fährt 44 Zähne hinten und wird von den Anbietern getrennt geführt. Die Übersetzung unterscheidet sich, und der Kettensatz sollte immer nach dem eigenen Modell gewählt werden.
Wurde die 959 wirklich ab 2014 gebaut?
Nein. Die 959 Panigale lief von 2016 bis 2019; bis 2015 stand die 899 Panigale im Programm. Die weiter gefasste Jahresspanne im Datenbestand ändert nichts an der Bestückung 15/43 mit 106 Gliedern.