GasGas FSE 400 SM 2002 - 2002
Bitte melde dich an, um Motorräder zu speichern.
Zum LoginMehr zum Modell — Specs, Charakter, Tuning, FAQ Weniger anzeigen
Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 112 Glieder |
| Ritzel vorn | 13 Zähne |
| Kettenrad hinten | 42 Zähne |
| Übersetzung | 3.23 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die FSE 400 SM auszeichnet
- DOHC-2V-Single mit Magneti-Marelli-EFI: 1-Zylinder 4-Takt flüssigkeitsgekühlt mit DOHC und 2-Ventil-Kopf — der 4V-Kopf kam erst bei der späteren FSE 450. 47 PS bei knapp 10.000 U/min, 43 Nm bei 6.570 U/min. Magneti-Marelli-Einspritzung war 2002 in dieser Klasse außergewöhnlich (Vergaser war Marktstandard) — gibt der FSE 400 lineare Gasannahme und gute Kaltstart-Eigenschaften.
- GasGas-Eigenentwicklung, kein Rotax: Häufige Fehl-Annahme: "BMW-/Rotax-Derivat" — tatsächlich GasGas-Eigenentwicklung (Bore/Stroke 90 × 62,6 mm passen nicht zur Rotax-F650-Plattform mit 100 × 83 mm). E-Starter und Kickstarter parallel verfügbar.
- Marzocchi-USD-Gabel 45 mm: Vorn Marzocchi-USD-Gabel Ø 45 mm mit ca. 295 mm Federweg — Wettbewerbs-Komponenten ab Werk, in der Supermoto-Klasse 2002 Top-Spec. Hinten Öhlins-Monoshock mit Progressivumlenkung und ca. 320 mm Federweg, voll einstellbar.
- Supermoto-Bremse 310 mm vorn: Vorn Einzelscheibe Ø 310 mm mit 4-Kolben-Sattel — größere Scheibe als die Enduro-Schwester EC 400 FSE, ausgelegt für Asphalt-Belastung mit Brake-Drift-Manövern. Hinten 220 mm Einscheibe mit 2-Kolben-Sattel. Wave-Disc-Optik typisch für die Supermoto-Klasse.
- 520er Supermoto-Standard: 13/42 mit 112 Gliedern und 520er-Teilung — Standard für 400-450-ccm-Supermoto-Singles. Kurze Übersetzung 3,23 typisch für Supermoto (hohe Beschleunigung, moderate Top-Speed). 520 ist gewichts-/leistungstechnisch der richtige Kompromiss bei 43 Nm.
Übersetzung anpassen — Supermoto-Track und sportliche Landstraße
OEM ist 13/42 mit Übersetzung 3.23. Die folgenden Setups bleiben innerhalb der 112-Glieder-Kettenlänge bzw. mit kleiner Achsverstellung machbar — bei größeren Sprüngen bitte Kettenlänge anpassen.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 13/44 | 3.38 | Kürzer — Noch kürzer für engen Supermoto-Track und Slalom-Sektionen — maximale Beschleunigung aus Kurven heraus, frühes Wheelie-Verhalten beim Gasstoß. Top-Speed sinkt deutlich, Kettenlänge ggf. auf 114 anpassen. |
| 13/42 (OEM) | 3.23 | Standard — wie ab Werk getestet und freigegeben. |
| 14/42 | 3.00 | Länger — Etwas länger für Landstraßen-Touring und Reise-Etappen — entlastet den Single bei höheren Drehzahlen, weniger Vibrationen bei 120-140 km/h. Verschlechtert Brake-Drift-/Wheelie-Spielraum — eher für reinen Strassen-Einsatz. |
Häufige Fragen zur FSE 400 SM
Ist der FSE 400 wirklich kein Rotax-Motor?
Nein, GasGas-Eigenentwicklung — die Bore/Stroke-Werte (90 × 62,6 mm) passen nicht zum Rotax-F650-Motor (100 × 83 mm). Die Verwechslung kommt daher, dass viele 400-450-ccm-Supermoto-Singles der Ära Rotax-basiert waren (Aprilia Pegaso, BMW F650, KTM 400-660-LC4). GasGas hat den FSE 400 in eigener Konstruktion gefertigt — relativ selten am Markt, Ersatzteil-Versorgung daher anspruchsvoll.
Welche Wartung beim Magneti-Marelli-EFI-Single?
Standard-EFI-Wartung: Drosselklappen-Anpassung alle 10.000 km, Lambda-Sonde alle 30.000-40.000 km prüfen. Bei langer Standzeit (Saisonpause > 4 Monate) Tank entleeren oder Benzinstabilisator zusetzen — die Magneti-Marelli-Einspritzleisten der Ära sind empfindlich gegenüber alterndem Sprit. Kettenpflege wie bei jedem Supermoto: alle 500 km nachschmieren, Spannung wegen kurzem Schwingen-Hub eng tolerieren (20-25 mm Durchhang).
Z-Ring oder X-Ring bei Supermoto-Einsatz?
Z-Ring (DID ZVMX, RK GXW) lohnt sich nur bei Track-Day-/Race-Einsatz mit Lastwechseln im Sekundentakt. Für sportliche Landstraße reicht eine gute X-Ring (DID VX3) — Standzeit 20.000-25.000 km bei aktivem Fahrstil. Aluminium-Kettenrad ist im Supermoto-Track-Einsatz Standard (Gewichtsvorteil am ungefederten Hinterrad spürbar), für Strassen-Einsatz Stahl-Kettenrad wegen längerer Standzeit.