Honda VFR 700 F2 Interceptor 1986 - 1987
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 530 |
|---|---|
| Kettenlänge | 110 Glieder |
| Ritzel vorn | 16 Zähne |
| Kettenrad hinten | 45 Zähne |
| Übersetzung | 2,81 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die VFR 700 F2 auszeichnet
- Sechzehn zu fünfundvierzig, mit deckungsgleicher Jahresspanne: Die Applikationsliste des Kettenradherstellers führt einen eigenen Eintrag für die Siebenhunderter: VFR F und F2 Interceptor USA, Baujahr 1986 bis 1987, 530er Teilung, hundertzehn Glieder, sechzehn zu fünfundvierzig. Die Fahrzeugliste dieser Seite nennt die gleichzeitig gebaute VFR750 FG,FH im Ritzelblock mit sechzehn und im Kettenradblock mit fünfundvierzig Zähnen.
- Ein Motorrad, das es wegen einer Zollgrenze gab: Die Siebenhunderter war kein eigenes Modell, sondern eine Hubraumvariante für den amerikanischen Markt: Einfuhrzölle griffen dort ab siebenhundert Kubikzentimetern. Honda kürzte deshalb den Hub, änderte die Nockenwellen und die Zündverstellung und lieferte die Maschine sonst weitgehend unverändert. Gebaut wurde sie 1986 und 1987.
- Zahnräder statt Steuerkette: Die 1986 vorgestellte Generation brachte den zahnradgetriebenen Nockenwellenantrieb, der laut Modellartikel die Wartungsbedenken der früheren V4-Motoren beendete. Für den Endantrieb ändert das nichts — die Steuerkette und die Antriebskette sind zwei verschiedene Bauteile. Für den Ruf der Baureihe war es die wichtigste Neuerung.
- Sechshundertsiebenundzwanzig Millimeter zwischen den Wellen: Aus sechzehn zu fünfundvierzig Zähnen, hundertzehn Gliedern und 530er Teilung ergeben sich rund 627 Millimeter zwischen Ritzelwelle und Hinterachse, bei 1.480 Millimetern Radstand. Das ist der Abstand, an dem die Kettenlänge tatsächlich hängt.
- Der Vorgänger fuhr einen Zahn weniger: Die Applikationsliste führt für die VF 700 F Interceptor der Jahre 1984 und 1985 sechzehn zu vierundvierzig bei ebenfalls hundertzehn Gliedern. Ein Zahn mehr am Kettenrad bedeutet gut zwei Prozent kürzere Übersetzung — Honda hat die RC24 also minimal spritziger ausgelegt als ihre Vorgängerin.
Übersetzung anpassen — Landstraße gegen Reisetempo
OEM ist 16/45 mit 110 Gliedern in 530er Teilung, das ergibt eine Sekundärübersetzung von 2,81. Diese Seite führt Ritzel von 14 bis 18 und Kettenräder von 34 bis 49 Zähnen — der Spielraum reicht in beide Richtungen weit.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 16/46 | 2,88 | Kürzer — gut zwei Prozent mehr Antritt, kaum spürbar auf die Drehzahl |
| 16/45 (OEM) | 2,81 | Standard — die Werksauslegung der 1986 vorgestellten Generation |
| 17/45 | 2,65 | Länger — gut sechs Prozent weniger Drehzahl, sinnvoll bei viel Autobahnanteil |
Häufige Fragen zur VFR 700 F2
Passt der Satz auch auf eine VFR 750 F derselben Jahre?
Ja, was den Kettensatz angeht. Die Applikationsliste und die Fahrzeugliste dieser Seite führen die VFR750 FG,FH von 1986 und 1987 mit denselben sechzehn zu fünfundvierzig Zähnen und hundertzehn Gliedern. Die Siebenhunderter unterscheidet sich vom Hub her, nicht am Endantrieb.
Was ändert ein Zahn am Ritzel?
Bei sechzehn Zähnen sind es gut sechs Prozent. Siebzehn Zähne nehmen bei Landstraßentempo spürbar Drehzahl weg, fünfzehn machen die Maschine am Kurvenausgang williger. Am Kettenrad wirkt ein Zahn mit gut zwei Prozent deutlich feiner.
Warum hat die Interceptor nur 699 Kubikzentimeter?
Weil die Vereinigten Staaten Anfang der Achtziger Einfuhrzölle auf größere Motorräder erhoben. Honda baute deshalb eine Version knapp unterhalb der Grenze, mit kürzerem Hub und angepassten Nockenwellen. In Europa lief parallel die Siebenhundertfünfziger.