Kawasaki Z 1100 R1 1984 - 1986
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 630 |
|---|---|
| Kettenlänge | 98 Glieder |
| Ritzel vorn | 15 Zähne |
| Kettenrad hinten | 41 Zähne |
| Übersetzung | 2,73 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die Z 1100 R1 auszeichnet
- Fünfzehn zu einundvierzig, in zwei Listen zeichengleich: Die Applikationsliste des Kettenradherstellers führt die Z1100 R1 der Baujahre 1984 bis 1986 mit 15 Zähnen vorn, 41 hinten, 630er Teilung und 98 Gliedern. Die Fahrzeugliste dieser Seite nennt dasselbe Motorrad im Ritzelblock mit 15 Zähnen und im Kettenradblock mit 41 Zähnen. Beide Enden der Bestückung sind damit baujahrgenau abgedeckt.
- Eine der letzten Sechshundertdreißiger: Die 630er Teilung war Kawasakis Antwort auf die Drehmomentspitzen der großen Vierzylinder der Siebziger und frühen Achtziger. Ein Glied misst 19,05 Millimeter statt der 15,875 einer 530er, die Rollen und Laschen bauen entsprechend kräftiger. Achtundneunzig Glieder wirken für ein Motorrad mit 1.540 Millimetern Radstand wenig — sie sind es nicht, weil jedes einzelne Glied ein gutes Fünftel länger baut.
- Sechshundertzweiundsechzig Millimeter zwischen den Wellen: Aus Zähnezahlen, Gliederzahl und Teilung lässt sich der Abstand zwischen Ritzelwelle und Hinterachse zurückrechnen: rund 662 Millimeter. Das ist der Wert, an dem die Kettenlänge tatsächlich hängt — nicht der Radstand, in den auch Gabelversatz und Lenkkopfwinkel einfließen.
- Die Eddie-Lawson-Linie: Die Z 1100 R löste 1984 die Z 1000 R ab und übernahm deren Rolle als Straßenausgabe der Superbike-Rennmaschinen jener Jahre. Der Hubraum liegt bei 1.089 Kubikzentimetern, dazu kommen der luftgekühlte Zweiventiler, der Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr und Achtzehnzoll-Räder an beiden Enden.
- Der Spielraum reicht von zweiunddreißig bis sechsundvierzig Zähnen: Am Kettenrad ist die Auswahl für ein Motorrad dieses Alters ungewöhnlich breit, vorn stehen 14, 15 und 16 Zähne bereit. Ein Zahn am Ritzel bewegt knapp sieben Prozent, einer am Kettenrad gut zwei — wer fein abstimmen will, geht deshalb hinten heran, wer den Charakter ändern will, vorn.
Übersetzung anpassen — Landstraße gegen Autobahn
OEM ist 15/41 mit 98 Gliedern in 630er Teilung, das ergibt eine Sekundärübersetzung von 2,73. Für kürzere Übersetzung geht es über ein größeres Kettenrad, für längere über ein größeres Ritzel. Die Teilung bleibt in jedem Fall die gleiche.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 15/42 | 2,80 | Kürzer — gut zwei Prozent mehr Antritt, der Drehzahlunterschied bleibt im Alltag kaum spürbar |
| 15/41 (OEM) | 2,73 | Standard — die Werksauslegung, ausgelegt auf den breiten Drehmomentbereich des Zweiventilers |
| 16/41 | 2,56 | Länger — knapp sieben Prozent weniger Drehzahl bei gleichem Tempo, ruhiger auf langen Etappen |
Häufige Fragen zur Z 1100 R1
Warum ist die Kette mit 98 Gliedern so kurz?
Weil die 630er Teilung mit 19,05 Millimetern je Glied deutlich grober ist als die heute übliche 530er mit 15,875. Für dieselbe Strecke braucht es entsprechend weniger Glieder. Rechnerisch liegen zwischen Ritzelwelle und Hinterachse rund 662 Millimeter.
Bekomme ich für die 630er Teilung überhaupt noch Ketten?
Ja, aber die Auswahl ist deutlich kleiner als bei 520 und 525. Die Teilung war Anfang der Achtziger bei großvolumigen Vierzylindern verbreitet und ist heute ein Nischenmaß. Wer eine Z 1100 R fährt, sollte den kompletten Satz kaufen, statt einzelne Teile zu mischen.
Wie viel bringt ein Zahn am Kettenrad?
Von 41 auf 42 Zähne sind es gut zwei Prozent kürzere Übersetzung. Am Ritzel wirkt ein Zahn mit knapp sieben Prozent deutlich stärker, weil die Bezugszahl kleiner ist. Für kleine Korrekturen ist das Kettenrad deshalb das feinere Werkzeug.