Kawasaki GPZ 750 Unitrack 1983 - 1989
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 630 |
|---|---|
| Kettenlänge | 94 Glieder |
| Ritzel vorn | 15 Zähne |
| Kettenrad hinten | 38 Zähne |
| Übersetzung | 2,53 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die GPZ 750 auszeichnet
- 630er-Teilung — heute die Ausnahme: Die GPZ 750 fährt eine 630er-Kette, wie sie Kawasaki an den großen Vierzylindern der frühen Achtziger verwendet hat. Diese Teilung ist heute nur noch von wenigen Herstellern lieferbar und deutlich teurer als eine 530er. Wer nach Hubraum und Baujahr auf eine 530 schließt, bestellt daneben.
- 94 Glieder sind kurz für ein 750er: Die kurze Kette ist eine Folge der 630er-Teilung: bei 15,88 mm Rollenabstand kommt man mit weniger Gliedern auf dieselbe Länge. Kettensätze anderer 750er liegen bei 106 bis 112 Gliedern — ein direkter Vergleich der Zahlen führt hier in die Irre.
- 1983 ist die Zäsur: Uni-Trak statt Zweibein: Mit dem Modelljahr 1983 bekam die GPZ 750 einen komplett neuen Rahmen mit Uni-Trak-Hinterradfederung, überarbeiteten Brennraum, andere Bremsen und Räder. Die früheren, auf der Z 750 basierenden GPz-Modelle mit zwei Federbeinen fahren eine ganz andere Übersetzung — 13/33 statt 15/38.
- Vorn gibt es nur ein Ritzel: Diese Seite führt das Kettenritzel ausschließlich mit 15 Zähnen, ausdrücklich für die ZX750A1-A5 Unitrak 83-89. Wer die Übersetzung ändern will, macht das zwingend über das Kettenrad — dort reicht die Auswahl von 32 bis 46 Zähnen.
- Nicht mit der GPZ 750 R verwechseln: Die ab 1985 gebaute GPZ 750 R (ZX750G) ist ein anderes Motorrad mit Vierventilkopf und fährt 16/49 mit 112 Gliedern. Auch die Turbo-Version und die späte GPX 750 R haben eigene Kettensätze. Entscheidend ist der Typcode im Fahrzeugschein, nicht der Modellname.
Übersetzung anpassen — Drehzahl gegen Durchzug
OEM ist 15/38 bei 630er-Teilung und 94 Gliedern, also eine Sekundärübersetzung von 2,53. Das ist eine lange Auslegung, passend zum drehmomentstarken Vierzylinder und zum sporttouristischen Charakter. Da diese Seite vorn nur ein Ritzel mit 15 Zähnen führt, laufen alle Änderungen über das Kettenrad, lieferbar von 32 bis 46 Zähnen.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 15/40 | 2,67 | Kürzer — spürbar mehr Antritt im mittleren Drehzahlbereich, dafür höhere Drehzahl bei Reisetempo |
| 15/38 (OEM) | 2,53 | Standard — Kawasakis Werksauslegung für die Uni-Trak-Baujahre |
| 15/37 | 2,47 | Länger — ruhigerer Lauf auf der Autobahn, kostet beim Beschleunigen aus dem Drehzahlkeller |
Häufige Fragen zur GPZ 750
Welcher Kettensatz gehört auf die Kawasaki GPZ 750 Unitrak?
Eine 630er-Kette mit 94 Gliedern, 15 Zähne vorn und 38 hinten. ESJOT führt für die ZX750A1-A5 Unitrack der Baujahre 1983 bis 1989 genau diese Kombination, ebenso die Kettensätze von RK und anderen Anbietern.
Kann ich auf 530 umbauen?
Technisch machen das viele Besitzer, weil 630er-Ketten teuer und schlecht verfügbar sind. Es ist aber ein Umbau, kein Werkszustand: Ritzel, Kettenrad und Kette müssen zusammenpassen, und die Kettenlinie ist zu prüfen. Diese Seite bildet die Werksausführung in 630 ab.
Passt der Kettensatz der GPZ 750 R?
Nein. Die ZX750G ist ein anderes Motorrad mit Vierventilkopf und fährt 16/49 mit 112 Gliedern. Auch die frühen, auf der Z 750 basierenden GPz-Modelle mit 13/33 sind nicht kompatibel.
Woran erkenne ich die Uni-Trak-Ausführung?
An der Hinterradfederung mit einem einzelnen, umgelenkten Federbein und der Aluminiumschwinge. Die Vorgänger haben zwei außenliegende Federbeine. Im Fahrzeugschein steht der Typcode ZX750A.