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Kawasaki GPZ 750 / ZX750 Turbo 1984 - 1985

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Kawasaki GPZ 750 Turbo ZX750 E1/E2 (1984-1985): ein luftgekühlter Vierzylinder-Reihenmotor mit 738 Kubikzentimetern, zwei obenliegenden Nockenwellen und zwei Ventilen je Zylinder, dazu ein Hitachi-Turbolader, elektronische Einspritzung, eine auf 7,8 zu 1 abgesenkte Verdichtung und 112 PS bei 8.500 Umdrehungen. Getragen wird das Ganze von einem Stahlrahmen mit einer Aluminiumschwinge und Kawasakis Uni-Trak-Umlenkung.

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630er-Teilung · 15/46 · 98 Glieder · konfigurierbar
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Antriebsstrang-Daten (OEM)

Kettenteilung630
Kettenlänge98 Glieder
Ritzel vorn15 Zähne
Kettenrad hinten46 Zähne
Übersetzung3,07 (rear ÷ front)
AntriebsartKette

Was die GPZ 750 Turbo auszeichnet

  • Fünfzehn zu sechsundvierzig auf achtundneunzig Gliedern: Ab Werk laufen 15 Zähne am Ritzel, 46 am Kettenrad und eine 630er Kette mit 98 Gliedern. Das ergibt eine Sekundärübersetzung von 3,07 — für einen 750er eine kurze Auslegung, die zum plötzlich einsetzenden Ladedruck passt.
  • Die schwerste Teilung im Programm: Ein Glied der 630er Kette misst 19,05 Millimeter gegenüber 15,875 bei einer 520er oder 530er. Deshalb reichen hier 98 Glieder, wo ein vergleichbar großes Motorrad in 530er Teilung deutlich mehr braucht. Die 630er ist heute nur noch von wenigen Herstellern lieferbar — beim Kauf lohnt der Blick auf die Verfügbarkeit von Ersatzketten.
  • Ladedruck an einem luftgekühlten Zweiventiler: Kawasaki setzte den Hitachi-Lader auf den luftgekühlten Vierzylinder und senkte dafür die Verdichtung auf 7,8 zu 1. Die elektronische Einspritzung war 1984 an einem Serienmotorrad die Ausnahme. Für den Antriebsstrang heißt das eine Drehmomentspitze, die schlagartig einsetzt — die Kette bekommt hier härtere Lastwechsel ab als an einem Sauger gleicher Leistung.
  • Sechshundertsechsunddreißig Millimeter zwischen den Wellen: Aus Zähnezahlen, Gliederzahl und Teilung ergibt sich ein Abstand von rund 636 Millimetern zwischen Ritzelwelle und Hinterachse. Bei 1.490 Millimetern Radstand ist das gut zwei Fünftel der Fahrzeuglänge zwischen den Achsen.
  • Von zweiunddreißig bis sechsundvierzig Zähnen hinten: Für diesen Lochkreis gibt es Kettenräder in diesem Bereich, Ritzel von 13 bis 16 Zähnen. Die Werksgröße hinten ist damit zugleich das größte lieferbare Kettenrad — kürzer als ab Werk geht auf dieser Seite nur über das Ritzel.

Übersetzung anpassen — Landstraße gegen Autobahn

OEM ist 15/46 mit 98 Gliedern in 630er Teilung. Für kürzere Übersetzung bleibt das Ritzel, denn 46 Zähne sind bereits das größte lieferbare Kettenrad. Für längere Auslegung gibt es beide Wege.

SetupÜbers.Charakter
14/463,29Kürzer — gut sieben Prozent mehr Antritt, kräftiger vor dem Ladedruckeinsatz
15/46 (OEM)3,07Standard — die Werksauslegung, kurz übersetzt für den Turbomotor
16/462,88Länger — gut sechs Prozent, ruhiger bei Dauertempo
15/422,80Länger — knapp zehn Prozent, deutlich entschärft für lange Etappen

Häufige Fragen zur GPZ 750 Turbo

Warum eine 630er Kette und keine 530er?
Kawasaki hat den Turbo mit der schweren Teilung ausgeliefert. Ein 630er Glied misst 19,05 Millimeter, ein 530er nur 15,875 — die 630er trägt mehr, baut aber breiter und schwerer. Ein Umbau auf 530 ist möglich, verlangt aber beide Zahnräder und eine andere Kette.

Wie viel ändert ein Zahn am Ritzel?
Bei 15 Zähnen sind es gut sieben Prozent nach unten und gut sechs Prozent nach oben. An einem Motorrad, dessen Drehmoment schlagartig einsetzt, ist das eine spürbare Umstellung.

Bekomme ich hier ein größeres Kettenrad als sechsundvierzig?
Nein. Für diesen Lochkreis endet das Sortiment bei 46 Zähnen, und das ist zugleich die Werksgröße. Wer kürzer übersetzen will, wählt ein kleineres Ritzel.

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