Kawasaki ZXR 750 H2 1990
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 530 |
|---|---|
| Kettenlänge | 112 Glieder |
| Ritzel vorn | 16 Zähne |
| Kettenrad hinten | 46 Zähne |
| Übersetzung | 2,88 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die ZXR 750 auszeichnet
- Die Staubsauger-Schläuche sind Frischluft, nicht Kühlung: Die beiden markanten Rohre vom Bug zum Tank führen Kaltluft in den Airbox-Bereich. Sie haben der H-Reihe ihren Spitznamen eingebracht und sind das sicherste Erkennungsmerkmal gegenüber den späteren J- und L-Modellen.
- Variantengenaue Kettensätze: Kawasaki hat innerhalb der ZXR-750-Familie mit den Zähnezahlen gearbeitet: H2 von 1990 fährt 46 hinten, die J1/J2 der Jahre 1991-1992 dagegen 45, und die homologierten R-Modelle liegen zwischen 41 und 44. Ein Kettensatz nach Modellname statt nach Typcode geht hier fast sicher daneben.
- 530er-Teilung für den Rennsporteinsatz: Die 530 ist für 107 PS großzügig dimensioniert. Kawasaki hat sie gewählt, weil die H-Reihe als Homologationsbasis für die Superbike-WM diente — dort zählt Reserve gegen Lastspitzen mehr als Gewicht.
- 200 kg trocken sind viel Masse an der Kette: Mit vollem 18-Liter-Tank liegt die ZXR deutlich über 220 kg. Diese Masse muss die Kette bei jedem Antritt beschleunigen — an einem 36 Jahre alten Motorrad ist der Zustand von Ritzel und Kettenrad deshalb der erste Punkt der Durchsicht.
- Ein Umbau auf 520 ist Rennsport-Praxis: Für den Rundstreckeneinsatz wurden ZXR 750 häufig auf 520er-Teilung umgebaut; entsprechende Race-Kits gibt es bis heute. Ab Werk ist die Maschine aber 530, und für den Straßenbetrieb bleibt das die haltbarere Wahl.
Übersetzung anpassen — Landstraße und Rundstrecke
OEM ist 16/46 bei 530er-Teilung und 112 Gliedern, also eine Sekundärübersetzung von 2,88. Für ein Superbike-Homologationsmodell ist das eine ausgewogene Auslegung — kurz genug für die Landstraße, lang genug für hohe Endgeschwindigkeit.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 16/48 | 3,00 | Kürzer — mehr Antritt aus engen Kurven, klassische Rundstrecken-Abstimmung. Braucht in der Regel zwei Glieder mehr Kette. |
| 16/46 (OEM) | 2,88 | Standard — Kawasakis Werksauslegung für die H2 von 1990. |
| 17/46 | 2,71 | Länger — ruhiger bei hohem Tempo. Der Vierzylinder braucht dafür konsequenteres Schalten unterhalb von 6.000/min. |
Häufige Fragen zur ZXR 750
Welche Kettenteilung fährt die Kawasaki ZXR 750 H2?
530. Werkslänge sind 112 Glieder bei 16 Zähnen vorn und 46 hinten. Die Ersatzteil-Passliste der Shopseite führt 'Kawasaki ZXR750 H2 (ZX) 90' ausdrücklich im 46-Zähne-Block.
Passt der Kettensatz der ZXR 750 J?
Nein. Die J1/J2 der Jahre 1991 und 1992 fährt 45 Zähne hinten und steht in der Passliste in einem eigenen Block. Auch die R-Modelle unterscheiden sich: K1 fährt 42, L1-L3 fahren 44, M1-M3 fahren 41 Zähne.
Manche Kataloge nennen für die H2 45 Zähne — was stimmt?
46. Die 45 gehört zur nachfolgenden J-Baureihe; Kataloge, die H- und J-Modelle in einem Eintrag zusammenfassen, geben deshalb gern den J-Wert an. Die baujahrgenaue Passliste und mehrere Kettensätze für die H2 von 1990 nennen 16/46.
Lohnt ein Umbau auf 520er-Teilung?
Auf der Rundstrecke ja, auf der Straße selten. Die 520 spart rotierende Masse, verschleißt bei 107 PS und Straßenbetrieb aber deutlich schneller als die Werksteilung 530.