Yamaha 350 RD 350LC 1983 - 1995
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 106 Glieder |
| Ritzel vorn | 17 Zähne |
| Kettenrad hinten | 39 Zähne |
| Übersetzung | 2,29 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die RD 350 auszeichnet
- Siebzehn zu neununddreißig über die gesamte Bauzeit: Die Applikationsliste führt die RD 350 YPVS mit den fünf Typcodes 1WX, 1WW, 31K, 1JF und 1JG für die Baujahre 1983 bis 1995 mit 17 Zähnen vorn, 39 hinten und 106 Gliedern in 520er Teilung. Die Jahresspanne deckt sich zeichengenau mit diesem Eintrag. Artikel-Deklaration, Konfigurator und Produkttext dieser Seite nennen dieselben Werte.
- Fünf Typcodes, eine Bestückung: Hinter den Codes stehen verschiedene Ausführungen: 31K ist die LC2 der Jahre 1983 und 1984, 1JF die N der Jahre 1984 und 1985, 1WW und 1WX gehören zur F2 der Jahre 1986 bis 1989. Am Kettensatz ändert sich über alle Varianten nichts — wer eine gebrauchte RD aufbaut, braucht deshalb nur den Zustand der Zahnräder zu prüfen, nicht ihre Zähnezahl.
- Die erste Serienmaschine mit YPVS: Yamaha setzte an der RD 350 als erstem Serienmotorrad die elektronisch gesteuerte Auslasssteuerung ein. Sie verändert die Steuerzeiten des Zweitakters drehzahlabhängig und verbreitert damit das nutzbare Drehzahlband spürbar. Die Sekundärstufe fällt mit 2,29 entsprechend lang aus.
- Drei Bremsscheiben mit gleichem Durchmesser: Vorn arbeitet eine Doppelscheibe, hinten eine einzelne Scheibe — alle drei mit 265 Millimetern Durchmesser. Für den Kettensatz zählt vor allem die hintere: der Bremssattel sitzt neben dem Kettenrad, und beim Radausbau gehört er entlastet, bevor das Kettenrad zugänglich wird.
- Sechshundertsiebzehn Millimeter zwischen den Wellen: Aus 17 Zähnen vorn, 39 hinten und 106 Gliedern in 520er Teilung ergibt sich rechnerisch ein Abstand von rund 617 Millimetern zwischen Ritzelwelle und Hinterachse. Das große Ritzel ist dabei kein Zufall: es hält den Gelenkwinkel der Kette flach und schont damit Kette und Zahnräder.
Übersetzung anpassen — Landstraße gegen Rennstrecke
OEM ist 17/39 mit 106 Gliedern in 520er Teilung. Der Shop führt Ritzel von 10 bis 18 Zähnen und Kettenräder mit 36, 37, 39, 40, 41, 42, 43, 44 und 45 — es gibt also in beide Richtungen Spielraum.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 17/41 | 2,41 | Kürzer — gut fünf Prozent mehr Antritt, im engen Geläuf die bessere Wahl |
| 17/39 (OEM) | 2,29 | Standard — die Werksauslegung über die gesamte Bauzeit |
| 18/39 | 2,17 | Länger — knapp sechs Prozent Reserve, ruhiger bei hohem Tempo |
Häufige Fragen zur RD 350
Passt der Satz auf alle RD-350-Ausführungen?
Auf alle mit YPVS. Die Applikationsliste führt die fünf Typcodes 1WX, 1WW, 31K, 1JF und 1JG gemeinsam mit derselben Bestückung. Die ältere RD 350 LC mit dem Code 4L0 aus den Jahren 1980 bis 1982 fährt dagegen eine 530er Kette mit 16 zu 39 — das ist ein anderer Satz.
Warum ein so großes Ritzel an einem Zweitakter?
Siebzehn Zähne vorn halten den Gelenkwinkel der Kette flach, und das schont sowohl die Kette als auch das Ritzel. Möglich wird die lange Auslegung durch die Auslasssteuerung, die das nutzbare Drehzahlband verbreitert — ohne sie müsste die Maschine deutlich kürzer übersetzt sein.
Wie stark wirkt ein Zahn am Ritzel?
Bei siebzehn Zähnen vorn sind es knapp sechs Prozent nach oben und gut sechs nach unten. Das ist weniger als an einem Geländemotorrad mit dreizehn Zähnen — je größer das Ritzel, desto feiner die Abstufung.