Yamaha FZX 750 Fazer 2JE 4AM 1986 - 1997
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 530 |
|---|---|
| Kettenlänge | 106 Glieder |
| Ritzel vorn | 17 Zähne |
| Kettenrad hinten | 39 Zähne |
| Übersetzung | 2,29 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die FZX 750 auszeichnet
- Genesis-Motor mit fünf Ventilen je Zylinder: Der Vierzylinder stammt aus der FZ 750 und trägt drei Einlass- und zwei Auslassventile. Zwanzig Ventile an einem Muscle-Bike von 1986 sind bis heute ungewöhnlich — sie erklären die 94 PS aus 749 ccm ohne extreme Drehzahlen.
- Muscle-Bike-Auslegung statt Sportler: Yamaha hat den Sportmotor in ein Fahrwerk mit zwei Federbeinen und aufrechter Sitzposition gesetzt. Die Sekundärübersetzung von 2,29 ist entsprechend lang — die Fazer soll schieben, nicht drehen.
- 39 Zähne hinten sind extrem lang übersetzt: Zum Vergleich: die technisch verwandte FZ 750 fährt 43 bis 44 Zähne. Die FZX zieht ihre Gänge deutlich länger durch, was zum Charakter passt, aber im Stadtverkehr mehr Kupplungsarbeit verlangt.
- 530er-Kette, kein Umbau: Die Passliste des Shops markiert innerhalb derselben Baureihe mehrere Modelle ausdrücklich als 530er-Umbau — die FZX 750 nicht. Die 530er ist bei ihr die Werksausführung.
- Zwölf Baujahre unveränderter Antrieb: Von 1986 bis 1997 bleibt es bei 17/39 mit 106 Gliedern. Für Europa lief die Baureihe zwar nur bis etwa 1990, in anderen Märkten aber deutlich länger — die Ersatzteil-Passlisten decken die gesamte Spanne unter einem Eintrag ab.
Übersetzung anpassen — Landstraße und Stadt
OEM ist 17/39 bei 530er-Teilung und 106 Gliedern, das ergibt eine Sekundärübersetzung von 2,29 — einer der längsten Werte, die man an einem 750er findet. Wer die Fazer überwiegend auf der Landstraße und im Stadtverkehr bewegt, empfindet sie damit oft als zu träge aus dem Drehzahlkeller. Länger geht es an diesem Motorrad ohnehin nicht: der Shop führt kein Ritzel über 17 und kein Kettenrad unter 39 Zähnen — die Werksauslegung ist bereits die längste lieferbare Kombination. Jede Anpassung geht deshalb in Richtung kürzer.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 17/43 | 2,53 | Deutlich kürzer — die Auslegung der verwandten FZ 750. Spürbar williger, kostet aber Endgeschwindigkeit. |
| 16/39 | 2,44 | Kürzer — die kleinere Änderung über das Ritzel. Ein Zahn weniger vorn wirkt stärker als einer mehr hinten. |
| 17/39 (OEM) | 2,29 | Standard — Yamahas bewusst lange Muscle-Bike-Auslegung und zugleich die längste im Shop lieferbare Kombination. |
Häufige Fragen zur FZX 750
Passt der Kettensatz der FZ 750 auf die FZX?
Die Teile passen, die Übersetzung nicht. Die FZ 750 fährt je nach Baujahr 43 oder 44 Zähne hinten, die FZX nur 39. Wer den FZ-Satz montiert, fährt rund zehn Prozent kürzer übersetzt — was viele FZX-Fahrer bewusst tun.
Warum eine 530er-Kette?
Sie ist bei 94 PS und dem langen Übersetzungsverhältnis reichlich dimensioniert und war Mitte der Achtziger der Standard für diese Leistungsklasse. Die Passliste des Shops markiert Umbauten auf 530 innerhalb der Baureihe ausdrücklich — die FZX trägt diesen Vermerk nicht, bei ihr ist es die Werksteilung.
Lohnt sich ein größeres Kettenrad?
Wenn das Motorrad überwiegend auf der Landstraße und in der Stadt bewegt wird, ja. Von 39 auf 43 Zähne bringt die Fazer spürbar näher an das Verhalten der FZ 750. Bei mehr als zwei Zähnen Änderung sollte die Kettenlänge mitgerechnet werden.
Wie erkenne ich Verschleiß am Antriebsstrang?
Am Kettenrad und am Durchhang. Hakenförmig ausgelaufene Zähne oder eine Kette, die sich am hinteren Kettenrad deutlich abheben lässt, bedeuten: kompletter Satz fällig. Eine neue Kette auf altem Kettenrad ist an einem drehmomentstarken Vierzylinder in kurzer Zeit wieder ausgelängt.