KTM LC4 640 Supermoto 2005
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Antriebsstrang-Daten (OEM)
| Kettenteilung | 520 |
|---|---|
| Kettenlänge | 112 Glieder |
| Ritzel vorn | 17 Zähne |
| Kettenrad hinten | 42 Zähne |
| Übersetzung | 2,47 (rear ÷ front) |
| Antriebsart | Kette |
Was die 640 LC4 Supermoto auszeichnet
- 17/42 steht so im Datenblatt: Die Sekundärübersetzung der 640 LC4 Supermoto wird in den Modelldaten wörtlich mit 17:42 angegeben, die Kette als 5/8 x 1/4 Zoll O-Ring — das ist die 520er-Teilung. Firestore, Konfigurator und Datenblatt liegen hier auf einer Linie.
- Ein Zylinder, 52 Nm, harte Lastwechsel: Ein Großvolumen-Einzylinder belastet die Kette anders als ein Vierzylinder: jeder Arbeitstakt ist ein Schlag, dazwischen zieht der Antriebsstrang leer. Genau deshalb hat KTM den LC4 mit Ausgleichswelle gebaut — und genau deshalb ist bei diesem Motor eine gut gespannte Kette wichtiger als bei jedem Reihenmotor.
- Supermoto heißt Enduro-Fahrwerk auf Straßenrädern: 43-mm-WP-Gabel mit 270 mm Federweg und 300 mm hinten sind Enduro-Maße. Beim Einfedern ändert sich der Abstand zwischen Ritzel und Kettenrad deutlich stärker als bei einem Straßenmotorrad — der Kettendurchhang muss deshalb bei eingefedertem Heck gemessen werden, nicht am aufgebockten Rad.
- Fünf Gänge, kurz gestaffelt: Der LC4 fährt fünf eng gestufte Gänge. Zusammen mit der 17/42-Auslegung ergibt das eine Maschine, die auf der Landstraße in ihrem Element ist und auf der Autobahn hörbar dreht. Wer viel Bundesstraße fährt, kann mit einem Zahn mehr vorn arbeiten.
- 520er, nicht 525er: Trotz 52 Nm bleibt es bei der 520er-Teilung — das ist bei KTM-Einzylindern Konvention und spart rotierende Masse dort, wo sie am meisten kostet. Eine breitere Kette bringt bei diesem Drehmomentniveau keinen Gewinn, nur Gewicht.
Übersetzung anpassen — Stadt und Kurvenjagd gegen Bundesstraße
OEM ist 17/42. Die Werksauslegung ist ein Kompromiss zwischen Supermoto-Antritt und einigermaßen erträglichen Autobahndrehzahlen. Wer die Maschine überwiegend auf engen Strecken bewegt, verkürzt; wer regelmäßig Strecke macht, verlängert.
| Setup | Übers. | Charakter |
|---|---|---|
| 16/42 | 2,63 | Kürzer — rund sechs Prozent mehr Antritt, Wheelie-freudiger, deutlich mehr Drehzahl bei Tempo 130. |
| 17/42 (OEM) | 2,47 | Standard — Werksauslegung laut Datenblatt, brauchbarer Kompromiss aus Antritt und Reisetauglichkeit. |
| 17/40 | 2,35 | Länger — rund fünf Prozent weniger Drehzahl auf der Autobahn. Aus engen Kehren muss man dafür bewusster mit der Kupplung arbeiten. |
Häufige Fragen zur 640 LC4 Supermoto
Passt der Kettensatz der 640 LC4 Enduro?
Nicht ungeprüft. Die Passlisten des Anbieters trennen die Varianten: Enduro-, SM-, SMC- und Adventure-Ausführungen stehen dort mit unterschiedlichen Kettenrädern von 38 bis 45 Zähnen. Die Teilung ist bei allen 520, die Bestückung nicht.
Wie messe ich den Kettendurchhang bei so viel Federweg richtig?
Nicht am aufgebockten Motorrad. Die Maschine mit Fahrergewicht einfedern lassen oder das Heck so weit belasten, dass Ritzel, Schwingenachse und Kettenrad auf einer Linie liegen — an diesem Punkt muss die Kette noch etwas Spiel haben, sonst zieht sie beim Einfedern das Getriebe.
Wie oft muss ich bei einem Einzylinder nachspannen?
Häufiger als bei einem Vierzylinder. Alle 500 bis 800 km kontrollieren. Die Lastspitzen eines 625-ccm-Einzylinders längen eine Kette messbar schneller, besonders in der Einfahrphase der ersten 500 km.